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Walter Haeckel

Johanna Scherr

Briefkonvolut

Ort: Lochham

Datum: 1935-1936

Artikelnummer: KKS202501230

100,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Johanna Scherr hat Augenprobleme, man hofft auf baldige Besserung, Tochter Helga hat in kleinem Kreis geheiratet, der BGericht zur Hochzeitsfeier ist ausführlich. Haeckel bedankt sich bei der Nachbarin (verm.) Meixner für die übermittelte Zeitung, politische Geschehnisse werden kommentiert.

Maße

Das Blatt misst ca. 28,5 x 22,0 cm.

Zustand

3 Briefe: Die Schrift in schwarzer Tinte, gut erhalten und lesbar, zwei Briefe mit blauem Adresstempel Haeckels recto oben rechts. Die Bögen mehrfach gefalzt, griffspurig, gebräunt, teils knick- und quetschfaltig, vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten und Falzkanten etwas bestoßen, hier in einem Bogen kleine Einrisse. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Privatbesitz.

Walter Ernst Haeckel, auch Walter Ernst Huschke-Haeckel (geboren 1868 in Jena, gestorben 1939 in Lochham bei München) war ein deutscher Maler sowie Sohn des Mediziners und Zoologen Ernst Haeckel. Er studierte ab 1888/89 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Bis 1899 stand er im Austausch mit Künstlerkreisen, vor allem in München. 1891 war er mit Anton Nissen in der Künstlerkolonie Gothmund. Es folgten Reisen nach Italien und ein Aufenthalt in Weimar. Künstlerisch war er wenig erfolgreich, seine Stärken zeigte er als Musiker und Schauspieler. 1899 nahm er Unterricht bei Bernhard Buttersack in Haimhausen. Haeckel fand 1925 eine Anstellung im Bibliographischen Institut seiner Verwandten. Hier war er bis 1935 tätig. Ab 1916 war er an der Planung des Museums in der ehemaligen Villa Medusa, dem heutigen Ernst-Haeckel-Haus, in Jena beteiligt.

Familie Meixner (bekannt sind uns Hansi und Franziska Meixner, deren Tochter Johanna Meixner) lebten in München Neuhausen. Hans Meixner wird in enigen Briefen als Oberlehrer bzw. seine Frau Franziska Meixner als Oberlehrerin angesprochen. Hans Meixner in einem Fall als Rektor angesprochen. Von 1918 bis 1953 ist die Adresse Romanstr. 5a in München Neuhausen. Die Tochter Johanna Meixner besuchte gemeinsam mit Ingeborg Haeckel das Luisengymnasium, wo sie u.a. Erika Mann kennenlernte. Sie arbeitete später evtl. bei der bayrischen Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz und hatte eine Tochter Renate. Sowohl die Eltern als auch die Tochter verband eine Lebenslange Freundschaft mit dem Maler Walther Haeckel.

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