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Walter Haeckel

Familie Meixner

Briefkonvolut

Ort: München

Datum: 1912-1917

Artikelnummer: KKS202501205

200,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Walter Haeckel bedankt sich 1912 für die schöne Zeit bei den Freunden und hat den Heimweg unter Mondschein sehr genossen, man erwidert die Einladung und ermuntert zum Wandern. Im Juli 1914 schickt Haeckel den Meixners "geistige Nahrung in der Sommerfrische", Hefte, mit denen auch die lieben Kollegen vergiftet werden können. 1916 sendet der Künstler ein Bücherpaket an die Front und berichtet von seiner kriegsbedingten Schöpfungspause. 1917 kommt die Freundin Wally Gregorovius bei einer Lawine nahe der Erfurter Hütte im Rofan ums Leben, Haeckel besingt die Freundin in einem Nachruf und lässt auch den Krieg nicht außer Acht.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,5 x 15,0 cm.

Zustand

5 Objekte: 3 Briefe, ein gedruckter, von Haeckel verfasster Nachruf mit Fotoeinlage und Umschlag. Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Briefe: 2 Doppel- und ein Einzelbogen, teils mehrfach gefalzt, etwas gebräunt, griffspurig und leicht knickfaltig, teils blass stockfleckig, in den Kanten bestoßen, der Einzelbogen rechts mit kleinem Einriss. Der Nachruf leicht vergilbt, griffspurig, knickfaltig blass stockfleckig und in den Kanten bestoßen, stellenweise leicht angeschmutzt, der Umschlag mit Postmarke- und stempel, vergilbt und griffspurig, angeschmutzt, stockfleckig, in den Kanten bestoßen und quetschfaltig. Alles in allem gut erhalten.

Provenienz

Aus süddeutschem Privatbesitz.

Walter Ernst Haeckel, auch Walter Ernst Huschke-Haeckel (geboren 1868 in Jena, gestorben 1939 in Lochham bei München) war ein deutscher Maler sowie Sohn des Mediziners und Zoologen Ernst Haeckel. Er studierte ab 1888/89 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Bis 1899 stand er im Austausch mit Künstlerkreisen, vor allem in München. 1891 war er mit Anton Nissen in der Künstlerkolonie Gothmund. Es folgten Reisen nach Italien und ein Aufenthalt in Weimar. Künstlerisch war er wenig erfolgreich, seine Stärken zeigte er als Musiker und Schauspieler. 1899 nahm er Unterricht bei Bernhard Buttersack in Haimhausen. Haeckel fand 1925 eine Anstellung im Bibliographischen Institut seiner Verwandten. Hier war er bis 1935 tätig. Ab 1916 war er an der Planung des Museums in der ehemaligen Villa Medusa, dem heutigen Ernst-Haeckel-Haus, in Jena beteiligt.

Familie Meixner (bekannt sind uns Hansi und Franziska Meixner, deren Tochter Johanna Meixner) lebten in München Neuhausen. Hans Meixner wird in enigen Briefen als Oberlehrer bzw. seine Frau Franziska Meixner als Oberlehrerin angesprochen. Hans Meixner in einem Fall als Rektor angesprochen. Von 1918 bis 1953 ist die Adresse Romanstr. 5a in München Neuhausen. Die Tochter Johanna Meixner besuchte gemeinsam mit Ingeborg Haeckel das Luisengymnasium, wo sie u.a. Erika Mann kennenlernte. Sie arbeitete später evtl. bei der bayrischen Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz und hatte eine Tochter Renate. Sowohl die Eltern als auch die Tochter verband eine Lebenslange Freundschaft mit dem Maler Walther Haeckel.

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