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Ernst Rudorff

Carl Maria von Weber

Widmung

Ort: Berlin

Datum: 6. April 1909

Artikelnummer: KKS202501244

350,00 €
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Inhalt

Publikation Ernst Rudorffs, "Briefe von Carl Maria von Weber an Hinrich Lichtenstein" mit Widmung an Hans Stegmann, der sich als Urgroßpaten von Webers verstehen darf.

Maße

Das Blatt misst ca. 20,0 x 13,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Einband des Buches etwas berieben, in den kanten bestoßen, angeschmutzt und leicht gedunkelt. Die Seiten gebräunt, etwas griffspurig, blass stockfleckig, in den kanten etwas bestoßen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Ernst Friedrich Karl Rudorff (geboren 1840 in Berlin, gestorben 1916 in Lichterfelde bei Berlin) war ein deutscher Komponist, Musikpädagoge und Naturschützer. Ersten Klavierunterricht erhielt Ernst Rudorff von seiner Patentante Marie Lichtenstein, einer Tochter von Martin Hinrich Lichtenstein und Freundin von Clara Schumann. Rudorff war von 1852 bis 1857 Schüler von Woldemar Bargiel und erhielt auf dessen Vermittlung einige Klavierstunden bei Clara Schumann, mit der ihn seitdem eine lebenslange Freundschaft verband. Ab 1859 studierte er am Leipziger Konservatorium, wo er Schüler von Ignaz Moscheles, Louis Plaidy und Julius Rietz war. Außerdem erhielt er Unterricht von Moritz Hauptmann und Carl Reinecke. 1865 wurde er Lehrer für Klavier am Kölner Konservatorium, wo er 1867 den Bach-Verein Köln gründete. Im Herbst 1869 wurde er Professor für Klavier und Orgel an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 1910 tätig war. Daneben leitete er von 1880 bis 1890 als Nachfolger von Max Bruch den Stern’schen Gesangverein und dirigierte am 5. Mai 1882 das erste Konzert des neugegründeten Berliner Philharmonischen Orchesters, den späteren Berliner Philharmonikern. Er war Herausgeber von Carl Maria von Webers Euryanthe, der Klavierkonzerte und Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart und der Briefe Webers an Hinrich Lichtenstein.

Carl Maria von Weber (geboren 1786 in Eutin, gestorben 1826 in London ) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist der Romantik. Als Sohn einer Theaterfamilie kam er früh mit Musik und Schauspiel in Berührung. Sein Vater, selbst Theaterdirektor, förderte ihn stark, während er Kompositionsunterricht unter anderem bei Michael Haydn und Abbé Vogler erhielt. Bereits als Jugendlicher veröffentlichte er seine erste Oper (Das Waldmädchen, 1800) und profilierte sich als Pianist. Weber übernahm schon früh leitende Positionen im Musikleben: Mit 17 Jahren wurde er Dirigent in Breslau, später wirkte er als Hofkapellmeister in Stuttgart, dann in Prag und ab 1817 als königlich-sächsischer Hofkapellmeister in Dresden. Dort setzte er sich besonders für die Etablierung einer eigenständigen deutschen Opernkultur ein, die sich bewusst von der italienischen Mode abgrenzte. Sein kompositorisches Hauptwerk bilden die Opern. Mit „Der Freischütz“ (1821) gelang ihm ein epochales Werk der deutschen Romantik, das mit seiner Mischung aus Volksliedton, packender Dramaturgie und innovativer Orchestrierung zum Vorbild für nachfolgende Generationen wurde. Auch „Euryanthe“ (1823) und „Oberon“ (1826) sind von großer Bedeutung für die Entwicklung des romantischen Musiktheaters. Darüber hinaus schuf Weber Klavierwerke, Sinfonien, Lieder sowie einflussreiche Instrumentalkonzerte, insbesondere für Klarinette, die bis heute zum Kernrepertoire gehören. Seine Arbeit beeinflusste entscheidend die Entwicklung der romantischen Oper in Deutschland und bereitete den Weg für Richard Wagner. Gleichzeitig gilt er als einer der ersten Dirigenten im modernen Sinne, der Probenarbeit, Werktreue und künstlerische Leitung verband.

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