Carl Maria von Weber (geboren 1786 in Eutin, gestorben 1826 in London ) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist der Romantik. Als Sohn einer Theaterfamilie kam er früh mit Musik und Schauspiel in Berührung. Sein Vater, selbst Theaterdirektor, förderte ihn stark, während er Kompositionsunterricht unter anderem bei Michael Haydn und Abbé Vogler erhielt. Bereits als Jugendlicher veröffentlichte er seine erste Oper (Das Waldmädchen, 1800) und profilierte sich als Pianist.
Weber übernahm schon früh leitende Positionen im Musikleben: Mit 17 Jahren wurde er Dirigent in Breslau, später wirkte er als Hofkapellmeister in Stuttgart, dann in Prag und ab 1817 als königlich-sächsischer Hofkapellmeister in Dresden. Dort setzte er sich besonders für die Etablierung einer eigenständigen deutschen Opernkultur ein, die sich bewusst von der italienischen Mode abgrenzte.
Sein kompositorisches Hauptwerk bilden die Opern. Mit „Der Freischütz“ (1821) gelang ihm ein epochales Werk der deutschen Romantik, das mit seiner Mischung aus Volksliedton, packender Dramaturgie und innovativer Orchestrierung zum Vorbild für nachfolgende Generationen wurde. Auch „Euryanthe“ (1823) und „Oberon“ (1826) sind von großer Bedeutung für die Entwicklung des romantischen Musiktheaters. Darüber hinaus schuf Weber Klavierwerke, Sinfonien, Lieder sowie einflussreiche Instrumentalkonzerte, insbesondere für Klarinette, die bis heute zum Kernrepertoire gehören.
Seine Arbeit beeinflusste entscheidend die Entwicklung der romantischen Oper in Deutschland und bereitete den Weg für Richard Wagner. Gleichzeitig gilt er als einer der ersten Dirigenten im modernen Sinne, der Probenarbeit, Werktreue und künstlerische Leitung verband.