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Walter Haeckel

Familie Meixner

Brief

Ort: München

Datum: 10. November 1915

Artikelnummer: KKS202501203

150,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Walter Haeckel besucht mit seiner Familie den Vater Ernst Haeckel in Jena. Dieser hat große Freude an seinem kleinen Enkel, man bleibt den ganzen September über. Im Oktober begibt sich der Großvater in Klausur und schafft ein 140 Seiten großes "allerletztes" Opus - "Ewigkeit. Weltkriegsgedanken über Leben und Tod, Religion und Entwicklungslehre". Der Ertrag soll der Nationalstiftung für Hinterbliebene zugute kommen, das Buch erscheint Anfang Dezember des Jahres. Es folgen Weltkriegsgedanken.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,5 x 14,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Doppelbogen horizontal gefalzt, etwas gebräunt und griffspurig, blass stockfleckig, etwas knickfaltig, die Kanten und Falzkanten leicht bestoßen, hier in den Seitenrändern jeweils ein kleiner Einriss. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Privatbesitz.

Walter Ernst Haeckel, auch Walter Ernst Huschke-Haeckel (geboren 1868 in Jena, gestorben 1939 in Lochham bei München) war ein deutscher Maler sowie Sohn des Mediziners und Zoologen Ernst Haeckel. Er studierte ab 1888/89 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Bis 1899 stand er im Austausch mit Künstlerkreisen, vor allem in München. 1891 war er mit Anton Nissen in der Künstlerkolonie Gothmund. Es folgten Reisen nach Italien und ein Aufenthalt in Weimar. Künstlerisch war er wenig erfolgreich, seine Stärken zeigte er als Musiker und Schauspieler. 1899 nahm er Unterricht bei Bernhard Buttersack in Haimhausen. Haeckel fand 1925 eine Anstellung im Bibliographischen Institut seiner Verwandten. Hier war er bis 1935 tätig. Ab 1916 war er an der Planung des Museums in der ehemaligen Villa Medusa, dem heutigen Ernst-Haeckel-Haus, in Jena beteiligt.

Familie Meixner (bekannt sind uns Hansi und Franziska Meixner, deren Tochter Johanna Meixner) lebten in München Neuhausen. Hans Meixner wird in enigen Briefen als Oberlehrer bzw. seine Frau Franziska Meixner als Oberlehrerin angesprochen. Hans Meixner in einem Fall als Rektor angesprochen. Von 1918 bis 1953 ist die Adresse Romanstr. 5a in München Neuhausen. Die Tochter Johanna Meixner besuchte gemeinsam mit Ingeborg Haeckel das Luisengymnasium, wo sie u.a. Erika Mann kennenlernte. Sie arbeitete später evtl. bei der bayrischen Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz und hatte eine Tochter Renate. Sowohl die Eltern als auch die Tochter verband eine Lebenslange Freundschaft mit dem Maler Walther Haeckel.

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