Berlin, am 20. Februar 25./
Liebe Hansi Meixner! – November bis Febru-/ar – auch lange Zeit und du hast mir ein/ so hübsches Tüchlein geschenkt. Ich weiß/ nicht einmal wann du Geburtstag feierst./ Aber sonst geht es mir gut. Jeden Abend/ spiele ich Theater, - in „Sechs Personen/ suchen einen Autor“, weißt du,/ die erste Schauspielerin und „Frühlings/ Erwachen“, auch „Jedermann“ und die „Heili-/ge Johanna“ [kleines Röllchen!]. Zum/ Herbst will ich fort von hier an eine/ kleinere Bühne, wo ich ausschließlich/ große Rollen zu spielen bekomme, -/ weiß noch nicht wohin. – Und was/ machst du? Schreib einmal. An die Sau Sau Schule denke ich mit wenig/ [verso] Groll. Man vergißt [dankbar wie man ist]/ ja meist das widerliche und behält das/ Nette [Mein Gott viel war das ja nicht weiß/ Gott nicht!] im Gedächtnis. An Engel-/hardt schreibe ich zumeist, um in zu/ verwirren, viele Postkarten aber er/ hält sie für eitel Hohn, was sie ja/ nicht einmal sind./
Leb wohl.
Erika Mann.
Aber du hast oft und mittelschön mit/ mir gearbeitet, Gott wird es dir schon/ noch lohnen! -