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Friedrich Maria Illert

Christian Frank

Mitteilung

Ort: Worms

Datum: 22. Juni 1926

Artikelnummer: KKS202500426

50,00 €
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Stk

Inhalt

Illert reagiert auf die Anfrage Franks, in "Tauschverkehr" gehen zu wollen postiv, sendet diesem Band 1 von "Der Wormsgau" und erbittet ein Exemplar "Deutsche Gaue".

Maße

Das Blatt misst ca. 15 x 23 cm.

Zustand

Die Mitteilung maschinengeschrieben, die Unterschrift Illerts in Bleistift, Der Bogen mit Briefkopf, links gelocht, mittig vertikal gefalzt, unregelmäßig vergilbt, griffspurig, stockfleckig, knickfaltig, die linke obere Ecke ausgerissen, einige ausgedünnte Stellen im Papier. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Friedrich Wilhelm Johann Maria Illert (geboren 1892 in Worms, gestorben 1966 ebenda) war ein deutscher Kulturwissenschaftler, Archivar, Bibliothekar und Historiker. Illert besuchte das „Großherzogliche Gymnasium“ in Worms und studierte anschließend in Heidelberg und München. Im Januar 1920 wurde er aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassen und setzte das Studium fort. Er wurde wenige Monate später, im Juli 1920, promoviert und Assistent des Wormser Museumsleiters August Weckerling. Anfang 1921 wurden Friedrich Maria Illert Stadtbibliothek und -archiv seitens der Stadt als Zuständigkeiten übertragen, neben seiner Tätigkeit dort, publizierte er in großem Umfang. Im Museum richtete er eine Restaurierungswerkstatt und eine Fotowerkstätte ein, die die Grundlage für das spätere Fotoarchiv des Wormser Stadtarchivs bildete. Im zweiten Weltkrieg gelang illert die Rettung des Gemeindearchivs, und anderem Material aus dem Stadtarchiv, in dem er einen der Domtürme als Versteck nutzte. Auch am Erhalt des historischen jüdischen Friedhofs Worms soll er maßgeblich beteiligt gewesen sein. Es gelang ihm außerdem, den größten Teil der Bestände der Kultureinrichtungen vor den Luftangriffen in etwa 40 Depots auszulagern. In seiner Funktion als Leiter der Wormser Kulturinstitute veranlasste Illert im Juni und Juli 1945 unter anderem, dass die Schäden in der nahezu vollständig zerstörten Wormser Innenstadt dokumentiert wurden.Illert überstand den Umbruch 1945 unbeschadet und blieb Leiter der städtischen Kultureinrichtungen und war nach dem Kriegsende eine der treibenden Kräfte, um die historische jüdischer Kultur in Worms wieder sichtbar zu machen. Auch war er Kustos der Stiftung Kunsthaus Heylshof und des kirchlichen Dombauarchivs.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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