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Adolf Spamer

Christian Frank

Brief

Ort: München

Datum: 31. Oktober 1913

Artikelnummer: KKS202500422

100,00 €
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Stk

Inhalt

Spamer möchte in dem neuen, bald erscheinenden Vereinsmagazin historische Bilderbögen der Jahre 1816 und 1817 abdrucken und gleichzeitig gern einen Überblick über die Verbreitung solcher Bögen bekommen, er fragt Frank, ob er solche Objekte in seiner Sammlung habe, fragt nach Koloration, Verleger und Bildergröße.

Maße

Das Blatt misst ca. 33 x 21 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar, unten mit fremdhändischer Kommentierung in schwarzer Tinte, recto unten rechts mit zwei Eingangsstempeln. Der Bogen mittig horizontal gefalzt, links gelocht, unregelmäßig gebräunt, griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, etwas angeschmutzt, in den kanten etwas bestoßen und angeschmutzt. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Adolf Spamer (geboren 1883 in Mainz, gestorben 1953 in Dresden) war ein deutscher Germanist und Volkskundler. Er war einer der wesentlichen Mitarbeiter des Atlas der deutschen Volkskunde, Mitgründer der Volkskunde in der DDR und zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftlern der Volkskunde der Zwischenkriegszeit. Spamer studierte Germanistik und die Nebenfächern Kunstgeschichte und Nationalökonomie. Im Jahr 1908 wurde er in Gießen mit einer Arbeit über Mystikertexte promoviert. Anschließend war er bis 1919 Leiter des volkskundlichen Landesarchivs beim Landesverein für den bayerischen Heimatschutz in München, unterbrochen durch die Kriegsteilnahme von 1915 bis 1918. Er habilitierte sich 1921 an der Universität Frankfurt. 1926 wurde er an die Technische Hochschule Dresden berufen. Gemeinsam mit Albert Zirkler gab er ab 1928 im Verlag Brandstetter die Publikationsreihe „Sächsisches Volkstum“ heraus und gründete mit Zirkler und anderen Volkskundlern 1929 die „Freie Vereinigung für Volkskunde Dresden“, die drei Jahre später in „Verein für Volkskunde Dresden“ umbenannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im November 1945 unter seiner Leitung das „Institut für Volkskunst und Volksbrauch“ gegründet, im Mai 1947 in „Institut für Volkskunde“ umbenannt und der Technischen Hochschule Dresden angegliedert. Spamer erhielt eine Professur für germanische Philologie an der Pädagogischen Fakultät, ab 1947 war er Direktor des neugegründeten Kulturwissenschaftliches Instituts an der Technischen Hochschule, gemeinsam mit dem marxistischen Schriftsteller Ludwig Renn. Seit 1949 war er ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem leitete er die „Kommission für Volkskunde“ der Deutschen Akademie der Wissenschaften.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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