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Kurt Liebknecht

Friedrich Hinkel

Brief

Ort: Berlin

Datum: 25. Februar 1959

Artikelnummer: KKS202501312

60,00 €
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Inhalt

Liebknecht bedankt sich bei Hinkel für die Übersendung eines Buchs über Tunesien.

Maße

Das Blatt misst ca. 30,0 x 21,5 cm.

Zustand

2 Objekte: Brief und Umschlag. Der Brief in Maschinenschrift, die Unterschrift in blauer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Bogen offiziellen Briefpapiers handgeschöpft mit Wasserzeichen, chamoisfarben. Das Papier mehrfach horizontal gefalzt, leicht vergilbt und griffspurig, etwas knickfaltig, in den kanten bestoßen. Der Umschlag selben Papiers mit Postmarke- und stempel, unregelmäßig vergilbt, gebrauchsspurig, knick- und quetschfaltig, angeschmutzt und in den kante bestoßen, die Briefklappe an den Seiten leicht eingerissen. Summa in guter Erhaltung.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Otto Wilhelm Curt Liebknecht (auch Kurt, geboren 1905 in Frankfurt/ Main, gestorben 1994 in Berlin) war ein Architekt und Präsident der Deutschen Bauakademie (DBA). Liebknecht war Architekt von Beruf. In den frühen 1930er-Jahren ging er mangels Aufträgen und als politischer Gegner des NS-Regimes in die Sowjetunion, wo er in verschiedenen staatlichen Bau- und Planungsfunktionen tätig war und zeitweise die sowjetische Staatsbürgerschaft annahm. 1948 kehrte Liebknecht in die Sowjetische Besatzungszone/DDR zurück. Er übernahm leitende Funktionen im Bereich Städtebau und Hochbau (u. a. Direktor des Instituts für Städtebau und Hochbau im Ministerium für Aufbau) und nahm maßgeblichen Einfluss auf die städtebauliche Politik der frühen DDR, insbesondere auf die Konzeptionen für die Umgestaltung Ost-Berlins (u. a. Stalinallee / Marx-Engels-Platz). Ab Anfang der 1950er-Jahre war Liebknecht in der Deutschen Bauakademie (DBA) in führenden Positionen tätig; er war Präsident der DBA und leitete später Institute für Theorie und Geschichte der Architektur sowie für Technologie der Gesundheitsbauten. Auf politischer Ebene war er Mitglied der SED (seit 1949) und gehörte dem Zentralkomitee der SED (ZK) in den Jahren 1954–1963 an.

Friedrich Wilhelm Hinkel (geboren 1925 in Berlin, gestorben 2007 ebenda) war Architekt, Bauingenieur und Archäologe mit einem Schwerpunkt auf der Erforschung des antiken Sudan (Nubien). Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte Hinkel zunächst eine Ausbildung als Maurer und Zimmermann und studierte anschließend bis 1950 an der Ingenieurschule für Bauwesen in Magdeburg, wo er als Hochbauingenieur graduierte. In den 1950er Jahren war er für die Deutsche Bauakademie der DDR tätig und wirkte unter anderem am Wiederaufbau der Staatsoper Unter den Linden in Berlin mit. Ab circa 1960 verlagerte Hinkel seinen Arbeitsschwerpunkt ins Ausland, insbesondere in den Sudan, wo er in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften der DDR und der sudanesischen Altertumsverwaltung tätig war. Er nahm an bedeutenden Grabungskampagnen, etwa im Bereich von Musawwarat es Sufra, teil und leitete die Rettung und den Transport mehrerer antiker Tempel und Denkmäler, darunter die Tempel von Buhen, Kumma und Semna sowie Pyramidenfelder bei Meroë. Hinkel veröffentlichte die Ergebnisse seiner Arbeiten unter anderem in der mehrbändigen Reihe The Archaeological Map of the Sudan und baute ein umfangreiches Forschungs- und Dokumentationsarchiv auf, das über 30.000 Fotografien, Zeichnungen und Karten umfasst. Hinkels Arbeit verband ingenieurtechnisches Bauwissen mit archäologischer Praxis und Denkmalpflege, wodurch er zu einer zentralen Figur der deutsch-sudanesischen Archäologie wurde, insbesondere im Kontext der Rettung von Denkmälern während des Baus des Assuan-Staudamms. Sein Nachlass wird vom Deutschen Archäologischen Institut verwaltet und dient weiterhin als wichtige Quelle für die Forschung zur Kulturlandschaft des antiken Sudan. Für seine Verdienste erhielt Hinkel unter anderem den „Order of the Two Niles“ der Republik Sudan.

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