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Delphine Gay-Girardin

Hortense de Beauharnais

Autograph

Ort: verm. Paris

Datum: um 1831

Artikelnummer: KKS202600060

380,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Lied "La pelerine" der Dichterin und Salonnière Delphine Gay-Giradin mit Widmung an die "Reine Hortsense" (Hortense de Beauharnais).

Maße

Das Blatt misst ca. 22,0 x 13,5 cm.

Zustand

Die Schrift in brauner Tinte, verblasst, dennoch lesbar, oben rechts weitere Annotationen in Bleistift. Der Bogen rosafarbenen Papiers oben links mit Blindstempel, mehrfach gefalzt, verblichen, angeschmutzt und stockfleckig, knickfaltig, in den Kanten udn Falzkanten bestoßen, hier oben links ein kleiner Einriss. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus ostdeutschem Privatbesitz.

Delphine Gay-Girardin (geboren 1804 in Aachen, gestorben 1855 in Paris) war eine bedeutende französische Schriftstellerin, Journalistin und Salonnière des 19. Jahrhunderts. Sie wuchs im Umfeld der Pariser Literaturszene auf, wo sie von ihrer Mutter, der bekannten Schriftstellerin Sophie Gay, in einer brillanten, intellektuellen Gesellschaft erzogen wurde. Dieses häusliche Bildungs‑ und Netzwerkumfeld in Verbindung mit frühem literarischem Talent legte den Grundstein für ihren Werdegang als Autorin. Bereits in jungen Jahren begann Delphine Gay zu schreiben: 1824 veröffentlichte sie ihre ersten Gedichtsammlungen "Essais poétiques" und 1825 die "Nouveaux Essais poétiques", die ihre poetische Begabung unter Beweis stellten. Im Verlauf ihrer Karriere verfasste sie neben Lyrik auch Prosa, Comedies, Romane und feuilletonistische Texte. Ein wichtiger Entwicklungsschritt war ihre Heirat 1831 mit dem Journalisten Émile de Girardin, der ihr Zugang zu neuen publizistischen Aufgaben eröffnete und ihren literarischen Erfolg verstärkte. Unter dem Pseudonym Charles de Launay und anderen Namen veröffentlichte sie ab Mitte der 1830er Jahre regelmäßig chronikartige Paris‑Skizzen und literarische Beiträge in der von ihrem Ehemann herausgegebenen Zeitung" La Presse". Diese Beiträge wurden 1843 unter dem Titel "Lettres parisiennes" gesammelt und fanden ein breites Publikum.

Hortense de Beauharnais (geboren 1783 in Paris, gestorben 1837 in Arenenberg, Schweiz) war eine französische Adlige, Kaisertochter und spätere Königin von Holland. Sie war die Tochter von Josephine Tascher de la Pagerie, später Kaiserin von Frankreich, und Alexandre de Beauharnais, einem General der Revolution. Ihre frühe Ausbildung erfolgte in einem privaten, aristokratischen Umfeld, das klassische Bildung, Etikette, Sprachen und Musik umfasste und sie auf die gesellschaftliche Rolle am Hof vorbereitete. 1796 heiratete Hortense Louis Bonaparte, den jüngeren Bruder Napoléons, und wurde dadurch Königin von Holland (1806–1810). In dieser Position bewies sie politische Taktfähigkeit und Fürsorge für das Land, indem sie sich unter anderem für die Modernisierung der Verwaltung, soziale Fürsorge und die Förderung von Kunst und Bildung einsetzte. Nach dem Sturz Napoléons lebte Hortense im Exil in der Schweiz am Schloss Arenenberg, wo sie sich weiterhin literarisch und musisch betätigte. Sie war Mutter von Napoléon III., dem späteren Kaiser der Franzosen. Hortense gilt als eine geschickte, kulturell gebildete Adlige, deren Einfluss vor allem durch ihre Rolle als Königin von Holland und Mutter eines Kaisers sowie durch ihre Förderung von Kunst und Bildung geprägt war.

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