Hortense de Beauharnais (geboren 1783 in Paris, gestorben 1837 in Arenenberg, Schweiz) war eine französische Adlige, Kaisertochter und spätere Königin von Holland. Sie war die Tochter von Josephine Tascher de la Pagerie, später Kaiserin von Frankreich, und Alexandre de Beauharnais, einem General der Revolution. Ihre frühe Ausbildung erfolgte in einem privaten, aristokratischen Umfeld, das klassische Bildung, Etikette, Sprachen und Musik umfasste und sie auf die gesellschaftliche Rolle am Hof vorbereitete. 1796 heiratete Hortense Louis Bonaparte, den jüngeren Bruder Napoléons, und wurde dadurch Königin von Holland (1806–1810). In dieser Position bewies sie politische Taktfähigkeit und Fürsorge für das Land, indem sie sich unter anderem für die Modernisierung der Verwaltung, soziale Fürsorge und die Förderung von Kunst und Bildung einsetzte. Nach dem Sturz Napoléons lebte Hortense im Exil in der Schweiz am Schloss Arenenberg, wo sie sich weiterhin literarisch und musisch betätigte. Sie war Mutter von Napoléon III., dem späteren Kaiser der Franzosen. Hortense gilt als eine geschickte, kulturell gebildete Adlige, deren Einfluss vor allem durch ihre Rolle als Königin von Holland und Mutter eines Kaisers sowie durch ihre Förderung von Kunst und Bildung geprägt war.