Friedrich II. bzw. Friedrich der Große (geboren 1712 in Berlin, gestorben 1786 in Potsdam) war Markgraf von Brandenburg und preußischer König, er entstammte dem Hause Hohenzollern. Friedrich verbrachte die Jahre 1733 bis 1740 als Kronprinz in Rheinsberg, nach dem Tode des Vater bestieg er 1740 den preußischen Thron. 1740 bis 1745 bestritt er die beiden Schlesischen Kriege, entfesselte 1756 bis 1763 den Siebenjährigen Krieg und kämpfte langwierig gegen eine mächtige Allianz aus Österreich, Sachsen, Frankreich, Schweden und Russland. Diese Kriege brachten Preußen oft an den Rand einer Niederlage und ließen das Land fast zusammenbrechen. Jedoch bewies Friedrich durch ausgeklügelte Schlachtpläne und eine Portion Glück, dass er entscheidende Schlachten gewinnen konnte und somit Preußen später zur Großmacht aufstieg. Aufgrund seiner bemerkenswerten militärischen Fähigkeiten ging er als Friedrich der Große in die Geschichtsbücher ein und betrachtete sich selbst als den „Ersten Diener des Staates“. Neben seiner militärischen und politischen Führung setzte er bedeutende gesellschaftliche Reformen um. Dazu gehörte die Abschaffung der Folter und die Förderung des Bildungssystems.Friedrich wird als repräsentativer Vertreter des aufgeklärten Absolutismus betrachtet und zeichnete sich durch Toleranz und Offenheit gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten wie den Hugenotten und Katholiken aus.