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Hans von Hayek

Anna Klein

Postkarte

Ort: Dachau

Datum: Oktober 1904

Artikelnummer: KKS202600141

250,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Postkarte von Mitgliedern der Dauchauer Künstlerkolonie an Malerin und Illustratorin Elisabeth Mauderer. Man bedankt sich für die Karte und grüßt vom Kegelabend. Unterschrieben haben u.a. Anna Klein, Hans von Hayek, Edward Tindale, Sabine Licht, Gertrud Koerner, J. Foerstemann, Mörin, Wolff.

Maße

Das Blatt misst ca. 14,0 x 9,5 cm.

Zustand

Postkarte mit Zeichnung und Unterschriften, sämtlich in Bleistift, stellenweise etwas verwischt, dennoch gut lesbar und erhalten. Der Bogen gebräunt und griffspurig, stockfleckig und leicht angeschmutzt, die Kanten etwas bestoßen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Kunsthandel erworben.

Hans von Hayek (geboren 1869 in Wien, gestorben 1940 in München) war ein österreichisch-deutscher Maler. Hans von Hayek studierte nur kurze Zeit an der Wiener Kunstgewerbeschule. 1891 kam er nach München. Dort studierte er an der Kunstakademie u. a. bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren und Carl von Marr. Bald begegnete er den Freiluft- und Tiermaler Heinrich von Zügel, der seinen künstlerischen Weg maßgebend beeinflusste. Hans von Hayek verließ München, zog nach Olching an der Amper und kam schließlich 1900 nach Dachau. Dort gründete er eine private Malschule (die er bis 1915 leitete) und widmete sich überwiegend der Freilichtmalerei. Zu seinem Schülerkreis zählten u. a: Hugo Hatzler, Hermann Stenner, Richard Graef, Berta Kaiser, Anna Klein, Carl Olof Petersen und Norbertine Bresslern-Roth. Der finanzielle Erfolg ermöglichte ihm ausgedehnte Studienreisen. Es besuchte Paris, Holland, Hamburg, die Riviera sowie kleine Fischerdörfer an der Ost- und Nordsee. Als Mitglied des erweiterten Vorstandes der Münchener Secession gehörte Hans von Hayek 1904 zu den Organisatoren der X. Ausstellung im Kgl. Kunstausstellungsgebäude am Königplatz, welche gleichzeitig als erste Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes bekannt wurde. 908 nahm der Künstler die deutsche Staatsbürgerschaft an. Während des Ersten Weltkriegs war er als Kriegsmaler eingesetzt und stand dadurch stets im Mittelpunkt der brutalen und unmenschlichen Kämpfe. Nach 1918 lebte Hans von Hayek wieder in München, unterbrochen von langen Reisen nach Indonesien, Colombo, Ceylon, Sumatra u. a. Ländern. Der Maler war Mitbegründer des Dachauer Museumsvereins, ferner maßgeblich am Aufbau der Gemäldegalerie und des Bezirksmuseums in genannter Stadt an der Amper beteiligt.

Anna Klein (geboren 1883 in Nürnberg, gestorben 1941 im Ghetto Kauen) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Neben Landschafts-, Tier- und Genrebilder in Öl, mit Motiven überwiegend aus Oberbayern und Tirol, schuf sie vor allem Druck- und Gebrauchsgrafik wie Exlibris, Etiketten, Postkarten. Um 1900 kam Anna Klein, die bereits im Alter von sieben Jahren zum katholischen Glauben konvertierte, nach Dachau und wurde Schülerin an der privaten Malschule von Hans von Hayek. Sie beschäftigte sich vor allem mit Tierdarstellungen und Landschaftsmalerei. Folgend studierte sie (1902/03) an der privaten Malerinnenschule in Karlsruhe und vervollständigte ihre künstlerische Ausbildung an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins, wo sie Schülerin von Max Feldbauer und Julius Diez war. 1908 war Anna Klein Teilnehmerin an einem von Franz Marc angebotenen Anatomiekurs. 1910 absolvierte sie eine Ausbildung für das Zeichenlehramt an der Königlichen Kunstgewerbeschule München. Nach Abschluss der Zeichenlehrerinnenprüfung betätigte sich Anna Klein, die im Stadtteil Gern wohnte, als private Zeichenlehrerin. Zusammen mit ihrer Freundin Elisabeth Troll leitete sie eine eigene Zeichenschule, die 1933 in der Frühzeit des Nationalsozialismus geschlossen werden musste. Anna Klein, war 1919, 1920 und 1922 mit Ölgemälden und Grafiken im Glaspalast sowie 1914 auf der Weltausstellung für Buchgewerbe und Grafik in Leipzig vertreten. 1927 hatte sie eine Einzelausstellung im Axel-Juncker-Verlag in Berlin. Ein Teil ihres Nachlasses befindet sich in der Gemäldegalerie Dachau.

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