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Karl Sczodrock

Christian Frank

Brief

Ort: Oppeln

Datum: 8. März 1932

Artikelnummer: KKS202500452

50,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Sczodrock bestätigt die Anfrage Franks nach Zeitschriftenaustausch und schickt die ersten beiden Hefte des aktuellen Jahrgangs, erbittet von Frank selbiges.

Maße

Das Blatt misst ca. 29,5 x 21 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift in schwarzer Tinte, mit Farb- und Bleistiftmarkierungen sowie Annotationen. Der Bogen mit Briefkopf mehrfach gefalzt, links gelocht, unregelmäßig gebräunt, griffspurig, blass stockfleckig, etwas knick- und quetschfaltig, leicht angeschmutzt, in den Kanten und Falzkanten bestoßen und angeschmutzt. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Karl Paul Anton Schodrok (bis 1939: Sczodrok, geboren 1890 in Neisse, gestorben 1978 in Würzburg) war ein deutscher Lehrer, Herausgeber, Verleger und Publizist. 1907 bis 1910 besuchte er das Preußische Lehrerseminar in Ziegenhals im Kreis Neisse. Nach der ersten Lehramtsprüfung im Jahr 1910 war er bis 1914 Volksschullehrer in Bolatitz im Hultschiner Ländchen. Hier bestand er 1913 die Zweite Lehramtsprüfung und war vom 1. April 1914 als Lehrer in Gleiwitz angestellt. 1923 bis 1930 war er Rektor in Colonowska und danach bis 1937 Rektor der Knaben-Voigtschule in Oppeln. Ab 1937 war er als Kreisschulrat und nach dem 1. Oktober 1937 als Verwalter für den Schulaufsichtskreis Oppeln II eingesetzt. Sczodrock war Mitbegründer und ab 1929 bis 1969 Herausgeber des Eichendorff-Almanachs Aurora. Im Jahr 1931 gründete er mit Adolf Dyroff in Oppeln die Eichendorff-Stiftung und 1935 in Neisse das Eichendorff-Museum. In der Zeit vor der Volksabstimmung in Oberschlesien war er von 1919 bis 1921 in Kattowitz Herausgeber der Wochenschrift Der Schwarze Adler. Ab 1922 bis 1940 wirkte er in Oppeln als Herausgeber und Chefredakteur der Kulturzeitschrift Der Oberschlesier und von 1940 bis 1942 der Schlesischen Stimme. Im Frühjahr 1940 änderte er den Familiennamen zu Schodrok. Er war ein Mitglied im Kulturbeirat des Provinzialverbandes Oberschlesien, Leiter der Vereinigung für Oberschlesische Heimatkunde, wurde in den Aufsichtsrat der Neißer Heimgarten-Genossenschaft berufen und von den Behörden mit der ehrenamtlichen Leitung des Amtes für oberschlesische Landeskunde in Oppeln betraut. Schodrock war Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien. Im Jahr 1952 war er bei der Neuorganisation der Eichendorff-Stiftung aktiv, wurde deren Vorsitzender und wirkte im Jahr 1969 in Würzburg bei deren Umgestaltung in die Eichendorff-Gesellschaft. Von 1953 bis 1969 war er Herausgeber des Eichendorff-Almanachs Aurora. Im Jahr 1952 begründete er das Kulturwerk Schlesien (seit 1975 „Stiftung Kulturwerk Schlesien“), welches seit 1957 seinen Sitz in Würzburg hat. Ab 1956 war er Herausgeber der Vierteljahresschrift Schlesien. Als die Landsmannschaft der Oberschlesier im Jahr 1950 gegründet wurde, trat er dort als Autor, Redner und Herausgeber auf.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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