Friedrich Wilhelm Johann Maria Illert (geboren 1892 in Worms, gestorben 1966 ebenda) war ein deutscher Kulturwissenschaftler, Archivar, Bibliothekar und Historiker. Illert besuchte das „Großherzogliche Gymnasium“ in Worms und studierte anschließend in Heidelberg und München. Im Januar 1920 wurde er aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassen und setzte das Studium fort. Er wurde wenige Monate später, im Juli 1920, promoviert und Assistent des Wormser Museumsleiters August Weckerling. Anfang 1921 wurden Friedrich Maria Illert Stadtbibliothek und -archiv seitens der Stadt als Zuständigkeiten übertragen, neben seiner Tätigkeit dort, publizierte er in großem Umfang. Im Museum richtete er eine Restaurierungswerkstatt und eine Fotowerkstätte ein, die die Grundlage für das spätere Fotoarchiv des Wormser Stadtarchivs bildete. Im zweiten Weltkrieg gelang illert die Rettung des Gemeindearchivs, und anderem Material aus dem Stadtarchiv, in dem er einen der Domtürme als Versteck nutzte. Auch am Erhalt des historischen jüdischen Friedhofs Worms soll er maßgeblich beteiligt gewesen sein. Es gelang ihm außerdem, den größten Teil der Bestände der Kultureinrichtungen vor den Luftangriffen in etwa 40 Depots auszulagern. In seiner Funktion als Leiter der Wormser Kulturinstitute veranlasste Illert im Juni und Juli 1945 unter anderem, dass die Schäden in der nahezu vollständig zerstörten Wormser Innenstadt dokumentiert wurden.Illert überstand den Umbruch 1945 unbeschadet und blieb Leiter der städtischen Kultureinrichtungen und war nach dem Kriegsende eine der treibenden Kräfte, um die historische jüdischer Kultur in Worms wieder sichtbar zu machen. Auch war er Kustos der Stiftung Kunsthaus Heylshof und des kirchlichen Dombauarchivs.