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Viktor Geramb

Christian Frank

Brief

Ort: Graz

Datum: 6. Oktober 1913

Artikelnummer: KKS202500424

70,00 €
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Stk

Inhalt

Geramb plant, mit seinem "Verein für Heimatschutz in Steiermark" eine Zeitschrift herauszugeben und bittet frank um Informationen, sein Medium betreffend, da Geramb eben dieses als vorbildlich erscheint.

Maße

Das Blatt misst ca. 34 x 21,5 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, oben rechts Antwortkommentar verm. Franks, die Unterschrift Gerambs in schwarzer Tinte, gut erhalten und lesbar, hier eine blaue Farbstiftannotation sowie ein blauer Eingangsstempel. Der Bogen mehrfach gefalzt, links gelocht, unregelmäßig gebräunt, griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, knick- und quetschfaltig, in den Kanten bestoßen und angeschmutzt. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Viktor Eduard Bartholomäus, Ritter von Geramb (geboren 1884 in Deutschlandsberg, gestorben 1958 in Graz) war ein österreichischer Hochschullehrer und bedeutender Volkskundler in der Steiermark.Nach der Matura im Jahr 1902 studierte Geramb Germanistik, Geographie und Geschichte und promovierte 1907 in Graz. Er war von 1913 bis 1949 Leiter der volkskundlichen Abteilung des Landesmuseums Joanneum, welche er 1913 auch selbst gegründet hatte. Unter seiner Führung wurde diese Abteilung als eigenständige Institution im Steirischen Volkskundemuseum etabliert. Er habilitierte sich 1924 und wurde 1931 (unbezahlter) außerordentlicher Professor für Volkskunde an der Universität Graz, dies war die erste volkskundliche Professur im gesamten deutschsprachigen Raum. 1934 gründete er das Steirische Heimatwerk als erste derartige Stelle in Österreich. 1949 wurde er ordentlicher Professor für Volkskunde an der Universität Graz.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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