Fritz Sporn (geboren 1881, gestorben 1956) war ein deutscher Musiker und Musikpädagoge, der vor allem im Bereich der musikalischen Ausbildung und Aufführungspraxis im frühen 20. Jahrhundert wirkte. Nach seiner musikalischen Grundausbildung studierte er an einer Musikhochschule – vermutlich mit den Schwerpunkten Dirigieren, Komposition oder Instrumentalpädagogik – und entwickelte früh ein besonderes Interesse an der systematischen Vermittlung musikalischer Bildung. Sporn war in verschiedenen Funktionen als Lehrer, Dirigent und Organisator des Musiklebens tätig. Er wirkte an musikalischen Bildungsinstitutionen und setzte sich für die Förderung des Laien- und Jugendmusizierens ein, wobei er pädagogische Konzepte mit praktischer Aufführung verband. Seine Arbeit fiel in eine Zeit intensiver Reformbestrebungen im Musikunterricht, die auf eine breitere gesellschaftliche Verankerung musikalischer Bildung zielten. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit trat Sporn auch als Herausgeber oder Autor musikdidaktischer Schriften hervor, in denen er Fragen der Musikerziehung und Methodik behandelte. Seine Bedeutung liegt vor allem in seinem Beitrag zur Professionalisierung der Musikpädagogik und zur Verbreitung musikalischer Bildung im deutschsprachigen Raum des 20. Jahrhunderts.