José Heriberto García de Quevedo (geboren 1819, Coro, Venezuela, gestorben 1871, Paris) war ein venezolanischer Schriftsteller, Dichter, Diplomat und Militär. Er wurde in Coro geboren und zog bereits 1825 mit seiner Familie nach Puerto Rico, wo er seine frühe Ausbildung erhielt; weitere Studien führten ihn nach Frankreich und Spanien. In Spanien stand er in enger Verbindung mit dem Dichter José Zorrilla und wirkte an literarischen Arbeiten mit, darunter gemeinschaftliche Dichtungen und Prosatexte; zudem war er am Ateneo de Madrid als Lehrer für Literatur und italienische Sprache tätig und diente zeitweise in der königlichen Garde. Neben poetischen und erzählerischen Veröffentlichungen – etwa Delirium. Leyenda fantástica oder El proscripto – trat García de Quevedo auch diplomatisch hervor: 1857 wirkte er als Beauftragter in Caracas, 1864 nahm er als Delegierter an den Beratungen zur ersten Genfer Konvention teil. Er war außerdem im spanischen diplomatischen Dienst tätig und wurde in den 1860er-Jahren als Vertreter Spaniens im süddeutschen Raum eingesetzt. Er fungierte dabei als Gesandter bzw. bevollmächtigter Minister Spaniens mit Zuständigkeit unter anderem für das Königreich Bayern; nachweisbar ist seine Tätigkeit in dieser Funktion um die Mitte der 1860er Jahre. Anfang 1871 wurde er bei Unruhen vor den Toren von Paris verwundet; er starb im Juni desselben Jahres im Alter von 52 Jahren in der französischen Hauptstadt.