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Fritz Erler

Frieda Blell

Brief

Ort: München

Datum: undatiert

Artikelnummer: KKS202400843

70,00 €
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Inhalt

Fritz Erler übersendet Frieda Blell brieflich Tickets für den Cocobello-Club, für den er Plakate gestaltet. Um eben dieses pünktlich fertig zu bekommen, weilt der erkältete Erler noch in der Lithografieanstalt in Schwabing und bedauert, ihr die Billets nicht persönlich übergeben zu können.

Maße

Das Blatt misst ca. 28,5 x 23 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, stellenweise leicht verblasst, doch sehr gut erhalten und lesbar. Der zart karierte Doppelbogen mit Briefkopf der Steindruckerei, zweifach gefalzt, leicht vergilbt, griffspurig, in den Kanten und Falzkanten leicht bestoßen, knickfaltig, angeschmutzt und stellenweise eingerissen, blass stockfleckig. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus dem Nachlass der Familie Putz/ Blell.

Fritz Erler (geboren 1868 in Frankenstein, Provinz Schlesien, gestorben 1940 in München) war ein deutscher Maler, Grafiker und Bühnenbildner. Er studierte ab 1886 bei Albrecht Bräuer an der Königlichen Kunstschule Breslau und besuchte von 1892 bis 1894 die Académie Julian in Paris. 1895 kam er nach München und lebte seit 1918 in Holzhausen am Ammersee. 1893 entstanden seine ersten kunstgewerblichen Entwürfe: Vasen, Glasfenster, Buchdeckel, später Möbel, Bühnen und Innendekoration. 1896 wurde er Mitbegründer der Zeitschrift "Die Jugend" und 1899 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Die Scholle". Erler war Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München und Mailand, korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession, der Société du Salon d’Automne in Paris, Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, des Deutschen Werkbundes und der Münchner Secession. Er wurde 1928 mit dem Bayerischen Maximiliansorden ausgezeichnet.

Frieda Blell (geboren 1874 in Brandenburg an der Havel, gestorben 1951 in Gauting) war eine deutsche Landschaftsmalerin. Sie war Tochter des Großhändlers und Reichstagsabgeordneten Carl Blell, studierte gegen den Willen des vaters ab 1900 in München kunst, wo sie den expressionistischen Maler Leo Putz kennenlernte. Sie fungierte zunächst als dessen Modell, heiratete ihn schließlich 1913. Sie arbeitete meist im Schatten ihres Mannes erst in München, ab 1923 in Gauting. Den Sommer verbrachte das Künstlerehepaar zwischen 1909 und 1914 häufig in Hartmannsberg am Chiemsee zusammen mit Julius Hess, Lotte von Marcard und Edward Cucuel. Dort entstand eine große Anzahl von Freilichtakten und Kahnbildern. Von 1929 bis 1933 lebte die Familie in Südamerika, wo ihr Leo Putz ab 1931 eine Professur in Rio de Janeiro innehatte. Da Putz öffentlich Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeigte und sein Werk als „entartete Kunst“ klassifiziert wurde, war die Familie gezwungen, nach Meran (Südtirol, Italien) umzusiedeln.

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