Bertil Oskar Carl Gustaf Eugén, Prinz von Schweden und Herzog von Halland (geboren 1912 in Stockholm, gestorben 1997 ebenda) war der dritte Sohn von König Gustav VI. Adolf von Schweden und dessen erster Frau, Margaret von Connaught. Als Mitglied des Hauses Bernadotte wuchs er in einem politisch konstitutionellen monarchischen Umfeld auf und erhielt eine militärische Ausbildung sowie eine akademische Schulung, u. a. an der Universität Uppsala. Während des Zweiten Weltkriegs diente Bertil als Offizier in der schwedischen Marine. Nach dem Tod seines älteren Bruders Gustav Adolf (1947) kam ihm eine besondere dynastische Rolle zu: Da dessen Sohn, der spätere König Carl XVI. Gustaf, noch minderjährig war, übernahm Bertil über Jahrzehnte hinweg repräsentative Aufgaben und fungierte faktisch als wichtiger Stellvertreter innerhalb des Königshauses. Seine langjährige Beziehung zu Lilian Davies blieb aus dynastischen Gründen zunächst unverheiratet; erst 1976, nach dem Regierungsantritt Carl XVI. Gustafs, konnte die Eheschließung offiziell erfolgen, woraufhin sie den Titel Prinzessin Lilian erhielt. Bertil engagierte sich stark im Bereich technischer und sportlicher Interessen – etwa in der Förderung des Motorsports – und war international als Repräsentant Schwedens tätig, insbesondere in Großbritannien und den USA.