Ferdinand Birkner (geboren 1868 in München, gestorben 1944 ebenda) war ein deutscher Prähistoriker. Nach dem Abitur am Wilhelmsgymnasium München im Jahre 1888 studierte er an der Universität München katholische Theologie. Er wurde 1893 zum katholischen Priester geweiht. 1900 wurde er Subdiakon der Hofkirche St. Michael in München, 1910 auf eigenen Wunsch dieses Amtes enthoben. Ab 1893 studierte er Anthropologie an der Universität München und wurde 1894 bei Johannes Ranke promoviert. 1897 legte er die Lehramtsprüfung ab. Ab 1898 war er Assistent von Johannes Ranke an der Anthropologisch-prähistorischen Staatssammlung. Er habilitierte sich 1904 für Anthropologie und Urgeschichte und wurde 1909 außerordentlicher Professor. Ab 1914 leitete Birkner die Kommission für Höhlenforschung in Bayern, und ab 1917 die prähistorische Abteilung der anthropologisch-prähistorischen Staatssammlung, die 1927 mit Birkner als Leiter (seit 1930 mit dem Titel Direktor) zur unabhängigen Prähistorischen Staatssammlung wurde. 1934 ging er in Pension, bis 1936 lehrt er noch an der Universität. In den Jahren 1912 bis 1913 führte er zusammen mit Hugo Obermaier und Paul Wernert Ausgrabungen in der Klausenhöhle bei Essing durch. Birkner verfasste zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze zu alt-, mittel- und jungsteinzeitliche Themen. Im Jahr 1907 wurde er als Mitglied in die Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.