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Gertrud Bäumer

Max Jungnickel

Brief

Ort: Berlin

Datum: 21, November 1913

Artikelnummer: KKS202600404

250,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief der Frauenrechtlerin und "Die Hilfe"-Herausgeberin Gertrud Bäumer an den Schriftsteller Max Jungnickel, der Beiträge eingereicht hatte.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,5 x 14,5 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift Bäumers in schwarzer Tinte, sehr gut lesbar und erhalten. Der Bogen Bütten mit Briefkopf der Zeitschrift, etwas vergilbt, griff- und falzspurig, links gelocht, leicht knickfaltig. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Gertrud Bäumer (geboren 1873 in Hohenlimburg, gestorben 1954 in Gadderbaum) war eine führende deutsche Politikerin, Publizistin und Vertreterin der bürgerlichen Frauenbewegung in Kaiserreich und Weimarer Republik. Nach einer Lehrerinnenausbildung studierte sie in Berlin und Heidelberg Germanistik, Geschichte und Nationalökonomie und wurde 1904 promoviert. In enger Zusammenarbeit mit Helene Lange avancierte sie zu einer zentralen Figur der organisierten Frauenbewegung und war von 1910 bis 1919 Vorsitzende des Bund Deutscher Frauenvereine. Nach Einführung des Frauenwahlrechts trat sie der Deutsche Demokratische Partei bei, gehörte ab 1919 der Weimarer Nationalversammlung an und war bis 1932 Mitglied des Reichstag. Parallel wirkte sie als Ministerialrätin im Reichsministerium des Innern mit Schwerpunkten in Bildungs- und Sozialpolitik. Bäumer veröffentlichte zahlreiche Schriften zur Frauenbildung und politischen Ethik und trug maßgeblich zur institutionellen Verankerung frauenpolitischer Anliegen bei. Nach 1933 verlor sie ihre Ämter; ihr Werk bleibt ein zentraler Beitrag zur politischen Integration von Frauen in Deutschland.

Max Jungnickel (geboren 1890 in Saxdorf, Kreis Liebenwerda, gestorben 1945 in Welun]) war ein deutscher Schriftsteller. Nach dem Besuch der Volksschule begann er 1904 eine Lehrerausbildung an der Präparandenanstalt in Delitzsch, von der er 1906 relegiert wurde. Jungnickel ging nach Berlin, wo er anfangs in ärmlichen Verhältnissen lebte. Er war Mitarbeiter einer Zeitschrift und hörte daneben an der Universität Vorlesungen bei dem Literaturwissenschaftler Erich Schmidt. Nach Kriegsende lebte Max Jungnickel wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Er war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Novellen, Skizzen, Theaterstücken und Gedichten sowie Essays. Seine Werke tragen häufig märchenhafte Züge und sind stark beeinflusst von der deutschen Romantik und den dänischen Autoren Hans Christian Andersen und Jens Peter Jacobsen.

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