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Ernst Friedel

Christian Frank

Brief

Ort: Berlin

Datum: 16. September 1907

Artikelnummer: KKS202500403

350,00 €
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Stk

Inhalt

Der sonst eher fotografiescheue Friedel freut sich über die Geburtstagsgrüße zahlreicher Gratulanten und hat beschlossen, diesen ein Bild von sich zu schicken, so auch dem Heimatforscher Kurat Christian Frank in Kaufbeuren, den er bisher leider noch nicht persönlich treffen konnte, er würde sich über eine Fotografie seinerseits freuen.

Maße

Das Blatt misst ca. 17,5 x 11 cm.

Zustand

2 Objekte: Fotografie und Brief. Die Fotografie ist auf der rechten Innenseite des Briefbogens befestigt. Die Fotografie verso von Friedel mit schwarzer Tinte gewidmet, datiert und signiert, sehr gut erhalten. Die Schrift des Briefes in schwarzer Tinte, gut erhalten und lesbar. Der Doppelbogen mittig horizontal gefalzt, unregelmäßig gebräunt, griffspurig, angeschmutzt, unten links ein Loch, die obere linke Ecke angerissen, die Mittelfalz unten und oben eingerissen, knick- und quetschfaltig, verso mit Kleisterspuren und Papierabrieb. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Ernst August Friedel (geboren 1837 in Berlin, gestorben 1918 ebenda) war ein deutscher Verwaltungsjurist, Kommunalpolitiker sowie Geschichts- und Heimatforscher. Nach dem Abitur 1856 studierte er Rechtswissenschaft, Volks- und Staatswirtschaft, Altertumskunde und Naturgeschichte, insbesondere Zoologie, an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Nach dem Studium wurde er 1859 Kammergerichts-Auscultator, 1864 Gerichtsassessor am Stadtgericht und 1869 Kreisrichter der Königlichen Kreisgerichtskommission Köpenick. 1873 trat er als Stadtrat in den Verwaltungsdienst seiner Heimatstadt. Dort übernahm er im Lauf der Jahre verschiedene Funktionen bei der Straßenbaupolizei, der Parkdeputation und der Armendirektion. Er bearbeitete Archiv-, Bibliotheks- und Museumsangelegenheiten und war Vorsitzender des Kuratoriums für das Bestattungswesen. Er war beteiligt an der Schaffung des Viktoriaparks, des Schillerparks, des Kleinen Tiergartens und des Volksparks Humboldthain, von Arkonaplatz, Teutoburger Platz und Hansaplatz, von Volksbibliotheken und des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde. Friedel veröffentlichte viele Aufsätze zur Rechtswissenschaft, zu Kolonial-, Handels- und Wirtschaftspolitik, zur Landeskunde, Volkskunde, Naturwissenschaft, Kunstgeschichte und Familiengeschichte. 1874 wurde er Schöpfer und bis 1906 erster Leiter des Märkischen Provinzialmuseums in Berlin. Außerdem war Friedel Vorsitzender des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, seit 1884 Ehrenmitglied der Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Altertumskunde, 1871 bis 1918 Ausschuss-Obmann der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Mitglied des Vereins für die Geschichte der Mark und der Berliner Gesellschaft für Erdkunde.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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