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Heinrich Otto Wieland

Frieda Blell

Gedichte

Ort: München

Datum: März 1900

Artikelnummer: KKS202400828

600,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Der Chemiker Heinrich Wieland, auch literarisch interessiert und begabt, schickt der Freundin Frieda Blell Abschriften seiner Gedichte. Die Werke sind nummeriert und sämtlich datiert. Anbei eine Visitenkarte mit Annotationen von fremder Hand, die Person Wielands betreffend.

Maße

Das Blatt misst ca. 18 x 11,5 cm.

Zustand

6 Objekte: 1 Briefumschlag, 1 Visitenkarte und 4 cremefarbene, teils linierte Doppelbögen Bütten mit Wasserzeichen. Die Schrift in schwarzer Tinte, sehr gut lesbar und erhalten. Die Bögen mittig horizontal gefalzt, ganz leicht vergilbt und griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten ganz leicht angeschmutzt. Sonst in sehr gutem Zustand. Die Visitenkarte mit Bleistiftannotationen von fremder Hand, etwas vergilbt und griffspurig, in den Kanten leicht bestoßen.Der Umschlag an der oberen Kante geöffnet, die Aschrift in schwarzer Tinte, etwas verschmiert, doch lesbar, angeschmutzt und griffspurig, in den Kanten bestoßen, recto mit Postmarke- und stempel, verso mit Poststempel. Sonst gut.

Provenienz

Aus dem Nachlass der Familie Putz/ Blell.

Heinrich Otto Wieland (geboren 1877 in Pforzheim, gestorben 1957 in München) war ein deutscher Chemiker und Nobelpreisträger für Chemie. Er begann 1896 an der Universität München mit dem Chemiestudium und wurde im Jahre 1901 bei Johannes Thiele promoviert. Er habilitierte sich im Jahre 1905 mit einer Arbeit über Stickstoffoxide. Es folgten, neben der Dozententätigkeit in München, jahrelange Berater- und Gutachtertätigkeiten. Von 1915 bis in die 1920er Jahre war Heinrich Wieland Berater bei Boehringer Ingelheim und baute in dieser Zeit die erste wissenschaftliche Abteilung des Unternehmens auf. 1917/18 leitete Wieland die Abteilung für Kampfstoffsynthese an Fritz Habers Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem, wo er Kampfstoffe wie Senfgas (Lost) und die sogenannten „Maskenbrecher“ entwickelte. In dieser Zeit erreichte ihn auch der Ruf auf eine Professur an der TH München. 1921 wurde Wieland zum Professor an der Universität Freiburg und zum Wintersemester 1925/26 an die Universität München berufen. Er forschte im Bereich der Alkaloide, besonders am Strychnin, das damals aus der Brechnuss hergestellt wurde. Ab 1933 intensivierte er die Forschung am indianischen Pfeilgift. 1921 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften und zum außerordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt. 1925 änderte sich dieser Status zum auswärtigen Mitglied. 1925 wurde er zum Mitglied der Leopoldina und zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. 1927 erhielt er den Nobelpreis für Chemie. 1929 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences sowie als korrespondierendes Mitglied in die damalige Sowjetische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, 1932 in die National Academy of Sciences. Im Jahr 1942 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Seit 1952 war er Mitglied des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste sowie Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.

Frieda Blell (geboren 1874 in Brandenburg an der Havel, gestorben 1951 in Gauting) war eine deutsche Landschaftsmalerin. Sie war Tochter des Großhändlers und Reichstagsabgeordneten Carl Blell, studierte gegen den Willen des vaters ab 1900 in München kunst, wo sie den expressionistischen Maler Leo Putz kennenlernte. Sie fungierte zunächst als dessen Modell, heiratete ihn schließlich 1913. Sie arbeitete meist im Schatten ihres Mannes erst in München, ab 1923 in Gauting. Den Sommer verbrachte das Künstlerehepaar zwischen 1909 und 1914 häufig in Hartmannsberg am Chiemsee zusammen mit Julius Hess, Lotte von Marcard und Edward Cucuel. Dort entstand eine große Anzahl von Freilichtakten und Kahnbildern. Von 1929 bis 1933 lebte die Familie in Südamerika, wo ihr Leo Putz ab 1931 eine Professur in Rio de Janeiro innehatte. Da Putz öffentlich Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeigte und sein Werk als „entartete Kunst“ klassifiziert wurde, war die Familie gezwungen, nach Meran (Südtirol, Italien) umzusiedeln.

Kategorie: Wissenschaft

Person / Institution: Frieda Blell

Heinrich Otto Wieland
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