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Friedrich Ii. von Baden

Luise zu Wied

Brief

Ort: Baden

Datum: November 1925

Artikelnummer: KKS202600147

450,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief des Großherzogs Friedrich Ii. von Baden an seine Cousine Luise zu Wied, in dem er davon berichtete, dass er aktuell die Dokumente seiner verstorbenen Mutter ordnet, außerdem war seine Schwester einige Wochen zu Besuch, die gesundheitlich angeschlagen ist. Er und seine Gattin Hilda denken oft an sie (Luise), Grüße gehen auch an deren Schwester.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,0 x 18,0 cm.

Zustand

2 Objekte: Brief und Umschlag. Der Brief teils maschinengeschrieben, weitere Annotationen sowie Unterschrift in schwarzblauer Tinte, der Umschlag in blauer Tinte beschriftet, gut erhalten und lesbar. Der Doppelbogen mittig horizontal gefalzt, ganz leicht vergilbt und griffspurig, ganz vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten und Falzkanten etwas bestoßen und angeschmutzt. Der Umschlag am oberen Rand geöffnet, etwas vergilbt, gebrauchsspurig und angeschmutzt, etwas stockfleckig, in den Kanten bestoßen. Summa in sehr gutem Zustand.

Provenienz

Aus dem süddeutschen Kunsthandel erworben.

Großherzog Friedrich II. von Baden (geboren 1857 in Karlsruhe, gestorben 1928 in Badenweiler) war von 1907 bis 1918 der letzte Großherzog von Baden. Er war der Sohn des Großherzogs Friedrich I. von Baden und der preußischen Prinzessin Luise von Preußen, Tochter des späteren Kaisers Wilhelm I. Damit war er dynastisch eng mit dem preußisch-deutschen Kaiserhaus verbunden. Nach militärischer Ausbildung und Studienaufenthalten übernahm Friedrich II. 1907 nach dem Tod seines Vaters die Regierung im Großherzogtum Baden innerhalb des Deutschen Kaiserreichs. Seine Regierungszeit fiel in die politisch und gesellschaftlich spannungsreiche Phase des späten Kaiserreichs bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Friedrich II. war seit 1885 mit Hilda von Nassau verheiratet; die Ehe blieb kinderlos. Als Landesherr setzte er die vergleichsweise liberale Verwaltungstradition Badens fort, ohne jedoch ein eigenständiges politisches Profil von größerer Reichsbedeutung zu entwickeln. Seine Handlungsspielräume waren zudem durch die föderale Struktur des Kaiserreichs begrenzt, dessen oberster Souverän Wilhelm II. war. Während des Erster Weltkrieg unterstützte er die Kriegsanstrengungen seines Landes politisch und repräsentativ. Im Zuge der Novemberrevolution 1918 musste Friedrich II. abdanken; am 22. November 1918 erklärte er seinen Thronverzicht, womit die monarchische Herrschaft in Baden endete und das Großherzogtum in den republikanischen Staat Baden überging. Anschließend lebte er als Privatmann zurückgezogen, überwiegend auf seinen Besitzungen am Bodensee.

Wilhelmine Friederike Auguste Alexandrine Marie Elisabeth Luise, Prinzessin zu Wied (meist Luise zu Wied, geboren 1880 in Neuwied, gestorben 1965 auf Schloss Mon Repos) entstammte dem mediatisierten deutschen Fürstenhaus Wied und war die Tochter des Fürsten Wilhelm Adolph Maximilian Karl zu Wied (1845–1907) und seiner Gemahlin Marie von Oranien-Nassau (1841–1910). Die Prinzessin gehörte zu einer politisch und dynastisch eng vernetzten Familie des europäischen Hochadels. Zu ihren Geschwistern zählten u. a. Friedrich, 6. Fürst zu Wied, sowie Wilhelm zu Wied, der 1914 kurzfristig Fürst von Albanien war.

Luise Marie Elisabeth Prinzessin von Preußen (geboren 1838 in Berlin, gestorben 1923 auf Schloss Baden) war eine preußische Prinzessin aus dem Haus Hohenzollern und durch ihre Ehe mit Friedrich I. von Baden Großherzogin von Baden. Sie galt als volksnahe, sozial engagierte Fürstin und war eine der letzten bedeutenden Vertreterinnen des monarchischen Baden im deutschen Kaiserreich. Sie war die Tochter des späteren deutschen Kaisers Wilhelm I. und der Kaiserin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach. Ihre Erziehung stand im Zeichen einer politisch gebildeten und kulturell engagierten Hofumgebung, die besonders durch die liberalen und wohltätigen Interessen ihrer Mutter geprägt war. Am 20. September 1856 heiratete sie den badischen Thronfolger, den späteren Großherzog Friedrich I. von Baden, und wurde damit Teil des südwestdeutschen Fürstenhauses Baden. Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, darunter der spätere Großherzog Friedrich II. von Baden. Nach der Reichsgründung 1871 blieb Luise eine wichtige repräsentative Figur innerhalb des deutschen Hochadels. Als Tochter Wilhelms I. und Schwägerin des Kaisers Friedrich III. bewegte sie sich in einem eng verflochtenen dynastischen Netzwerk. Nach dem Tod ihres Gemahls 1907 lebte sie als Großherzogin-Witwe weiter in Baden. In der historischen Forschung wird Luise von Preußen vor allem als Repräsentantin eines politisch moderat-liberal geprägten Hofmilieus und als Förderin sozialer Wohlfahrt wahrgenommen. Ihr Wirken verdeutlicht die Bedeutung fürstlicher Frauen als Trägerinnen karitativer Institutionalisierung im 19. Jahrhundert, insbesondere in Verbindung mit konfessionell geprägten und internationalen humanitären Netzwerken.

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