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Friedrich Wilhelm II.von Sachsen-Altenburg

Hans Wolff zu Thoß-Ehrenberg

Brief

Ort: Altenburg

Datum: 24. April 1654

Artikelnummer: KKS202600142

500,00 €
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Stk

Inhalt

Eigenhändig unterzeichneter Brief des Herzogs Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg betreffs der am 18. Juni 1654 stattfindenen Einsegnung des just geborenen Sohnes Christian. Der Herzog wünscht, dass aus dem Kreise der Untertanen sich ein geeigneter findet, der mit Muskete, Pulver, Lunte und grauem Rock an jenem Tage verfügbar wäre, derjeneige soll sich bei dem Landeshauptmann Hans Wolf zu Thoß-Ehrenberg anfinden.

Maße

Das Blatt misst ca. 30,5 x 19,0 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten, die Unterschrift des Herzogs in brauner Tinte etwas verblasst. Der Bogen Bütten gebräunt und griffspurig, mehrfach gefalzt, etwas angeschmutzt, stockfleckig, im papier kleine Löchlein, in den Kanten udn Falzkanten bestoßen und berissen. recto unten rechts eine Bleistiftannotation von fremder Hand. Dem Alter entsprechend in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Kunsthandel erworben.

Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg, genannt Posthumus (geboren 1603 in Weimar, gestorben 1669 in Altenburg) war Herzog von Sachsen-Altenburg aus der ernestinischen Linie der Wettiner. Friedrich Wilhelm war der jüngste, posthum geborene Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562–1602) aus dessen zweiter Ehe mit Anna Maria (1575–1643), Tochter des Herzogs Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg. Nach dem Tod seines Vaters erbte Friedrich Wilhelm gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp, Friedrich und Johann Wilhelm das Herzogtum Sachsen-Altenburg. Die Vormundschaft über die Prinzen führten der Kurfürst von Sachsen und deren Onkel Johann, nach dessen Tod 1605 der Kurfürst von Sachsen allein. Nach dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit waren die Brüder mit Jülich, Kleve und Berg belehnt worden, waren jedoch lediglich nominell Herzöge und führten das Wappen. 1612 gingen die Brüder zur weiteren Ausbildung an die Universität Leipzig. Im Jahr 1618 wurde der älteste Bruder Johann Philipp mündig und regierte selbständig. Unter seinem Bruder Johann Wilhelm diente er auch ab 1631 in kursächsischen Diensten und nahm an der Schlacht von Leipzig teil. Zwei Jahre später wurde er Oberst und unter Hans Georg von Arnim-Boitzenburg General der Reiterei und in dessen Abwesenheit Oberbefehlshaber der kursächsischen Truppen. Im Jahr 1639 waren alle drei älteren Brüder Friedrich Wilhelms verstorben. Er trat aus dem Militärdienst aus und wurde souveräner Herzog von Sachsen-Altenburg. Im Anschluss an den Dreißigjährigen Krieg lag das Land vollkommen darnieder. Friedrich Wilhelm konzentrierte sich auf eine auf das Allgemeinwohl gerichtete Politik. Er erließ verschiedenste Ordnungen, investierte in Kirchen- und Schulwesen und brachte den Bergbau in Saalfeld wieder zum Laufen. Nach dem Tod des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Eisenach kam es mit der Linie Weimar am 13. Februar 1640 zu einer Aufteilung von dessen Ländereien. Friedrich Wilhelm erhielt dabei die Ämter Coburg, Hildburghausen, Römhild, Sonneberg, Mönchröden, Rodach, Gestungshausen, Neustadt, Schalkau und Kloster Sonnefeld. 1660 erwarb er zusätzlich einen Teil der ehemaligen Grafschaft Henneberg mit Meiningen, Themar und Behrungen. Permanente Streitigkeiten mit Sachsen-Weimar bestanden bis zu seinem Tode.

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