Ludwig Kühn (geboren 1859 in Nürnberg, gestorben 1936 ebenda) war ein deutscher Maler, Radierer und Grafiker. Er begann 1872 eine Lithographenlehre, parallel dazu besuchte er zwischen 1876 und 1878 Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Nürnberg. Von 1878 bis 1882 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er u. a. von Johann Leonhard Raab und Ludwig von Löfftz unterrichtet wurde. Nach seiner Ausbildung arbeitete Kühn zunächst in München als selbstständiger Maler und Radierer, bevor er 1888 nach Nürnberg zurückkehrte. Ab den 1890er Jahren leitete er die künstlerische Abteilung der Kunstanstalt E. Nister in Nürnberg, 1900 wurde er zum Professor ernannt. Kühn schuf ein vielseitiges Werk mit Ölgemälden, Radierungen und Grafiken, das Landschaften, Stadtansichten, Tierstücke, Genreszenen und Bildnisse umfasst. Seine Motive sind besonders von Nürnberg und seiner Umgebung geprägt.