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Wilhelm Bölsche

Wilhelm Kattwinkel

Widmung

Ort: Schreiberhau

Datum: 12. Juni 1927

Artikelnummer: KKS202501242

220,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Buch "Lichtglaube" mit eigenhändiger Widmung des Autors Wilhelm Bölsche an den Arzt und Paläontologen Wilhelm Kattwinkel. Die Publikation erschien im Reclam-Verlag.

Maße

Das Blatt misst ca. 15,5 x 10,0 cm.

Zustand

Die Widmung in schwarzer Tinte, sehr gut lesbar und erhalten. Im Einband vorne ein Exlibris-Klebchen. Einband und Seiten gebräunt, griffspurig, blass stockfleckig, der Einband etwas angeschmutzt, die Einbandkanten bestoßen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privabesitz

Wilhelm Karl Eduard Bölsche (geboren 1861 in Köln, gestorben 1939 in Schreiberhau, Provinz Schlesien) war ein deutscher Schriftsteller, Kulturhistoriker und Naturphilosoph. Er besuchte das Kölner Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und studierte anschließend in Bonn und Berlin Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie, ohne jedoch einen Abschluss zu erwerben. Nach ersten Tätigkeiten als Journalist und Literaturkritiker gehörte er ab den 1880er Jahren zum Umfeld des Berliner Naturalismus und war Mitbegründer des Friedrichshagener Dichterkreises. Ab den 1890er Jahren verlagerte sich sein Schwerpunkt zunehmend auf die populärwissenschaftliche Vermittlung biologischer und naturphilosophischer Themen. Mit Werken wie "Das Liebesleben in der Natur" (1898–1903) und "Vom Bazillus zum Affenmenschen" (1916) prägte er die populäre Darstellung der Evolutionstheorie im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Beeinflusst von Ernst Haeckel bemühte er sich um eine Synthese von Naturwissenschaft, Kulturgeschichte und Weltanschauung. Bölsche lebte ab 1890 überwiegend in Friedrichshagen und später in Schreiberhau (Niederschlesien), wo er sich ganz dem Schreiben widmete.

Wilhelm Kattwinkel (geboren 1866 in Thun (Schweiz), gestorben 1935 Kassel) war ein deutscher Neurologe und Paläontologe. Er wurde insbesondere bekannt durch die Entdeckung der Fossilienlagerstätte in der Olduvai-Schlucht, die in der Folgezeit unter anderem auch viele Funde von Homininen lieferte. Kattwinkel studierte erst Naturwissenschaften in Bonn und Straßburg, ab 1894 dann Medizin in Bonn, Königsberg und Erlangen, promovierte 1892 in Erlangen zum Dr. med. und bestand 1894 in München das Staatsexamen. Nach dem Militärdienst wurde Kattwinkel Volontärassistent bei Hugo von Ziemssen und hospitierte von 1900 bis 1905 am Hôpital Salpêtrière und am Bicêtre in Paris. 1902 habilitierte er sich in München, wurde 1909 zum a. o. Professor für Neurologie ernannt und erwarb sich nebenbei Kenntnisse in der Paläontologie, insbesondere in der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte durch Karl Alfred von Zittel und Johannes Ranke. 1910 bis 1911 unternahm Kattwinkel gemeinsam mit seiner Frau eine privat finanzierte Forschungsreise nach Deutsch-Ostafrika zur Erforschung der Schlafkrankheit. Im Jahre 1911 fand er am südöstlichen Rand des heutigen Serengeti-Nationalparks eine reiche Fossilien-Fundstätte, die er "Olduvai- Schlucht" nannte. Weitere Expeditionen mit Forscherteam erfolgten 1912, 1913 und 1914, mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die geplanten Reisen abgebrochen. Kattwinkel leitete bis 1918 ein Kriegslazarett, nahm dann seine Lehrtätigkeit in München als Professor für innere Medizin und Neurologie wieder auf. Seit den 1920er Jahren wirkte er außerdem als Arzt im Sanatorium „Wiggers Kurheim“ in Partenkirchen.

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