Leopold Freiherr von Hohenhausen (geboren 1779 in Herfort, gestorben 1848) war ein deutscher Verwaltungsbeamter, Publizist und Kulturförderer. Er trat zunächst in den Dienst des Königreichs Westfalen, wo er als Unterpräfekt in Eschwege und als Auditeur am Staatsrat wirkte. 1809 heiratete er Elise von Ochs, die später als Elise von Hohenhausen literarische Bedeutung erlangte. Nach dem Ende des napoleonischen Satellitenstaats wurde Hohenhausen Mitglied der provisorischen Regierung in Münster und ab 1817 preußischer Regierungsrat in Minden. Im selben Jahr begründete er das „Mindener Sonntagsblatt“, das sich rasch zu einer vielbeachteten regionalen Zeitung entwickelte und Beiträge von Autoren wie Heinrich Heine, Ferdinand Freiligrath und Hoffmann von Fallersleben veröffentlichte. Zwischen 1820 und 1824 lebte er in Berlin, wo er auf eine höhere Anstellung hoffte, die ihm aufgrund seiner liberalen Haltung verwehrt blieb. Später übernahm er in Minden das Amt eines Zensors, das ihm eher lästig war. Neben seiner Beamtenlaufbahn engagierte sich Hohenhausen für das kulturelle Leben Westfalens, unter anderem als Mitbegründer der „Westphälischen Provinzialblätter“ und der Westphälischen Gesellschaft für vaterländische Cultur. 1844 trat er in den Ruhestand und zog nach Kassel