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Georg Richard Kruse

Max Jungnickel

Autograph

Ort: Berlin

Datum: 27. November 1917

Artikelnummer: KKS202600441

180,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief des Musikers und Lessing-Museum-Gründers Georg Richard Kruse an Schriftsteller Max Jungnickel mit der Bitte, seine Anwesenheit zuzusagen. Jungnickel wird einen Vortrag halten.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,5 x 15,0 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Briefpapier des Lessing-Museums. Der Bogen etwas vergilbt, griff- und falzspurig, vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten und Falzkanten leicht bestoßen, hier etwas eingerissen, die untere rechte Ecke angerissen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Georg Richard Kruse (geboren 1856 in Greiffenberg, Provinz Schlesien, gestorben 1944 in Berlin) war ein deutscher Musikforscher, Dirigent und namhafter Autor der Musikreihe des Reclam-Verlages. Er hatte Geigenunterricht bei dem Kapellmeister Carl Moritz von Weber, der aus der Familie Carl Maria von Weber stammte. Bereits 1869 spielte er im Theater-Orchester in Breslau mit. Die notwendige berufliche Praxis erwarb sich der junge Kruse mit verschiedenen Engagements als Operndirigent an mehreren Theatern in Deutschland. Stationen waren u. a. Detmold, Halle (Saale), Gotha und Dresden, das Stadttheater in Ulm, später auch Leipzig und Berlin. Von 1891 bis 1894 lebte Kruse in Milwaukee, wo er am dortigen Deutschen Theater arbeitete, in St. Louis und in Chicago.Von 1903 an war er Redakteur und Schriftleiter für den Reclam-Verlag und gab unzählige Operntexthefte heraus, zu denen er die Einleitungstexte verfasste. Reclams Opernführer, den Georg Richard Kruse verfasste, gehörte mit zu den am weitesten verbreiteten Opernführern. 1905 gründete Kruse die „Gesellschaft zur Erhaltung des Lessing-Hauses“, aus der 1908 das Lessing-Museum in der Brüderstraße 13 in Berlin-Mitte hervorging. Dort hielt er musikhistorische Vorträge, ließ Dichterlesungen und Rezitationsabende stattfinden und gab in Stil der Salons des 19. Jahrhunderts Musikabende, bei denen namhafte aber auch junge, noch unbekannte Künstler seiner Zeit mitwirkten. Daneben verschaffte ihm sein leidenschaftliches Sammeln in Bezug auf alles, was mit der Gattung der Spieloper zu tun hatte, im Laufe der Jahre ein immenses Wissen, das ihn oft zur Anlaufstelle vieler seiner Zeitgenossen werden ließ, wodurch schließlich eine große Zahl von Autographen in seinem Besitz entstand.

Max Jungnickel (geboren 1890 in Saxdorf, Kreis Liebenwerda, gestorben 1945 in Welun]) war ein deutscher Schriftsteller. Nach dem Besuch der Volksschule begann er 1904 eine Lehrerausbildung an der Präparandenanstalt in Delitzsch, von der er 1906 relegiert wurde. Jungnickel ging nach Berlin, wo er anfangs in ärmlichen Verhältnissen lebte. Er war Mitarbeiter einer Zeitschrift und hörte daneben an der Universität Vorlesungen bei dem Literaturwissenschaftler Erich Schmidt. Nach Kriegsende lebte Max Jungnickel wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Er war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Novellen, Skizzen, Theaterstücken und Gedichten sowie Essays. Seine Werke tragen häufig märchenhafte Züge und sind stark beeinflusst von der deutschen Romantik und den dänischen Autoren Hans Christian Andersen und Jens Peter Jacobsen.

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