Theo Lingen (geboren 1903 in Hannover als Franz Theodor Schmitz, gestorben 1978 in Wien) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, der zu den prägendsten Charakterkomikern des deutschsprachigen Films und Theaters des 20. Jahrhunderts zählt. Lingen wuchs als Sohn eines Justizrats in Hannover auf und besuchte das Königliche Goethe-Gymnasium, das er jedoch vor dem Abitur verließ, um seine künstlerischen Neigungen zu verfolgen. Bereits im Rahmen einer Schulaufführung wurde sein schauspielerisches Talent erkannt, und er nahm daraufhin Theaterunterricht bei Friedrich Holthaus in Hannover, was den Beginn seiner professionellen Bühnenlaufbahn markierte. Sein Bühnen- und Schauspielstudium war praxisorientiert und traditionell über Theaterengagements strukturiert: In den frühen 1920er Jahren spielte er an verschiedenen deutschen Bühnen – u. a. in Hannover, Halberstadt, Münster und Frankfurt am Main – und erwarb sich dort rasch einen Ruf als vielseitiger Charakterdarsteller. 1929 wurde er nach Berlin berufen, wo er u. a. als Macheath in Brechts „Dreigroschenoper“ auftrat. Parallel zur Theaterarbeit begann Lingen ab 1929 eine filmgrafische Karriere, in der er über 230 Filmproduktionen mit prägnanten Charakterrollen prägte – von frühen Auftritten in bedeutenden Dramen (z. B. Fritz Langs M und Das Testament des Dr. Mabuse) bis zu populären Komödien und später TV-Rollen. Er führte zudem in über 20 Filmen Regie und wirkte als Drehbuchautor. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Lingen die österreichische Staatsbürgerschaft an und war ab 1948 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, wo er weiterhin in bedeutenden Rollen wirkte.