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Georg Busch

Joseph Wais

Arbeitszeugnis

Ort: München

Datum: 5. Dezember 1914

Artikelnummer: KKS202600149

50,00 €
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Inhalt

Abschrift des Arbeitszeugnisses für den unter Georg Busch bei der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst als Sektretär angestellten Joseph Wais.

Maße

Das Blatt misst ca. 32,0 x 20,0 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Bogen mehrfach gefalzt, griffspurig und unregelmäßig gebräunt, angeschmutzt und blass stockfleckig, in den Kanten bestoßen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Bayerischem Privatbeitz.

Georg Busch (geboren 1862 in Hanau, gestorben 1943 in München) war ein deutscher Bildhauer, der vor allem durch Werke sakraler Kunst hervorgetreten ist und zu den wichtigen Vertretern kirchlicher Plastik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zählt. Seine Arbeiten entstanden überwiegend im Umfeld historistischer und realistisch geprägter Formensprache. Busch entstammte einer Handwerker- und Künstlerfamilie; sein Vater betrieb eine Werkstatt für kirchliche Kunst, in der er zunächst eine Schreiner- und Holzbildhauerlehre absolvierte. Parallel besuchte er Kurse an der Zeichenakademie Hanau und studierte dort von 1880 bis 1882. Anschließend erhielt er ein staatliches Stipendium zum Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er Schüler von Syrius Eberle war und bis 1889 ausgebildet wurde. Bereits während der Ausbildung wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Silbermedaillen und Reiseprämien. Nach Abschluss seiner Studien ließ sich Busch dauerhaft in München nieder und arbeitete als freischaffender Bildhauer. Seine Produktion umfasste zahlreiche sakrale und profane Werke in Holz, Stein und Bronze. Zu seinem Œuvre zählen etwa sieben Bischofsdenkmäler, rund 25 Altäre, mehrere Kreuzwege sowie Grabmäler und religiöse Figurengruppen; daneben entstanden Porträts und Denkmäler. Beispiele sind die „Grabtragung Christi“ in Merseburg oder eine Beweinungsgruppe im Bamberger Dom. Über die künstlerische Tätigkeit hinaus engagierte sich Busch organisatorisch für die Förderung christlicher Kunst. Er war Mitglied des Münchner Vereins für Christliche Kunst, wirkte in entsprechenden Verbänden mit, übernahm Leitungsfunktionen und trug zur Vernetzung sowie Ausstellungstätigkeit auf diesem Gebiet bei. Seine Initiativen zielten darauf ab, die Qualität religiöser Kunst gegenüber industriell gefertigten Serienprodukten zu stärken. Für sein Wirken erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter kirchliche und staatliche Orden.

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst ist ein 1893 in München gegründeter Kunstverein zur Förderung christlich geprägter Kunst. Sie entstand aus einem seit 1885 bestehenden Zusammenschluss von Künstlern, Theologen und Kunstinteressierten und wurde maßgeblich vom Bildhauer Georg Busch, dem Maler Gebhard Fugel sowie dem Theologen Franz Festing initiiert. Ziel war es, im Kontext intensiver Kirchbautätigkeit des späten 19. Jahrhunderts eine qualitätsvolle religiöse Kunstproduktion zu unterstützen und Austausch zwischen Auftraggebern, Kirche und Künstlern zu organisieren. In der Vorkriegszeit entwickelte sich die Gesellschaft rasch zu einer bedeutenden Plattform: Sie veranstaltete Ausstellungen und Wettbewerbe, vermittelte Aufträge und publizierte kunsttheoretische Beiträge. Dabei orientierte sie sich zunächst stark an historistischen Stilvorstellungen, öffnete sich jedoch im frühen 20. Jahrhundert schrittweise modernen künstlerischen Strömungen. Nach Einschnitten durch Krieg und politische Umbrüche nahm sie ihre Tätigkeit wieder auf und wandelte sich langfristig zu einem Forum für zeitgenössische Kunst mit religiös-existentiellen Fragestellungen. Heute wirkt die Gesellschaft weiterhin von München aus als Ausstellungs- und Diskursplattform, die historische Traditionen kirchlicher Kunst mit aktuellen künstlerischen Positionen verbindet.

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