Georg Busch (geboren 1862 in Hanau, gestorben 1943 in München) war ein deutscher Bildhauer, der vor allem durch Werke sakraler Kunst hervorgetreten ist und zu den wichtigen Vertretern kirchlicher Plastik im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zählt. Seine Arbeiten entstanden überwiegend im Umfeld historistischer und realistisch geprägter Formensprache. Busch entstammte einer Handwerker- und Künstlerfamilie; sein Vater betrieb eine Werkstatt für kirchliche Kunst, in der er zunächst eine Schreiner- und Holzbildhauerlehre absolvierte. Parallel besuchte er Kurse an der Zeichenakademie Hanau und studierte dort von 1880 bis 1882. Anschließend erhielt er ein staatliches Stipendium zum Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er Schüler von Syrius Eberle war und bis 1889 ausgebildet wurde. Bereits während der Ausbildung wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Silbermedaillen und Reiseprämien. Nach Abschluss seiner Studien ließ sich Busch dauerhaft in München nieder und arbeitete als freischaffender Bildhauer. Seine Produktion umfasste zahlreiche sakrale und profane Werke in Holz, Stein und Bronze. Zu seinem Œuvre zählen etwa sieben Bischofsdenkmäler, rund 25 Altäre, mehrere Kreuzwege sowie Grabmäler und religiöse Figurengruppen; daneben entstanden Porträts und Denkmäler. Beispiele sind die „Grabtragung Christi“ in Merseburg oder eine Beweinungsgruppe im Bamberger Dom. Über die künstlerische Tätigkeit hinaus engagierte sich Busch organisatorisch für die Förderung christlicher Kunst. Er war Mitglied des Münchner Vereins für Christliche Kunst, wirkte in entsprechenden Verbänden mit, übernahm Leitungsfunktionen und trug zur Vernetzung sowie Ausstellungstätigkeit auf diesem Gebiet bei. Seine Initiativen zielten darauf ab, die Qualität religiöser Kunst gegenüber industriell gefertigten Serienprodukten zu stärken. Für sein Wirken erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter kirchliche und staatliche Orden.