Mathieu Lange (geboren 1905 in Düren, gestorben 1992 in Bochum) war ein deutscher Musiker, Dirigent und von 1952 bis 1973 Direktor der Sing-Akademie zu Berlin. Lange stammt aus einer Musiker- und Theaterfamilie im Rheinland. Seine ersten Erfahrungen als Theater-Kapellmeister sammelte er an der Oper Köln und in Münster und kam dann als Generalmusikdirektor nach Göttingen. Von dort ging er als Operndirektor und Generalmusikdirektor nach Hannover, bis das Opernhaus von Bomben zerstört wurde. Nach dem Krieg begann er neu als Generalmusikdirektor in der Darmstädter Orangerie, dem Ausweichquartier des Landestheaters Darmstadt. Im Jahre 1948 holte ihn Walter Felsenstein an die Komische Oper nach Ost-Berlin. Schon 1941/42 hatte ihn Berlins Deutsches Opernhaus für Gastspiele engagiert. Im Jahr 1950 wurde Mathieu Lange als Nachfolger Georg Schumanns zum Direktor der Sing-Akademie zu Berlin berufen. Was Mathieu Lange kulturell in einem Vierteljahrhundert geleistet hat, wurde gewürdigt durch die Verleihung des Musikpreises der Deutschen Kritiker (1952), des Bundesverdienstkreuzes am Bande (18. September 1967) und des Georg-Friedrich-Händel-Ringes (1971).