Wilhelm Grüning (geboren 1858 in Berlin, gestorben 1942) war ein deutscher Opernsänger und Tenor, vorrangig tätig im Heldengenre. Er studierte Gesang bei Julius Stern und Jenny Meyer. 1881 debütierte er als lyrischer Tenor am Stadttheater Danzig und war danach jeweils eine Spielzeit in Posen, Chemnitz, Magdeburg und Düsseldorf verpflichtet. Seine Stimme gewann an Kraft und Gewicht und er wechselte Schritt für Schritt in das Fach des Heldentenors. Von 1885 bis 1887 war er am Deutschen Theater von Rotterdam engagiert und von 1888 bis 1895 am Hoftheater in Hannover. Es folgten drei Spielzeiten am Stadttheater Hamburg. 1898 folgte er einem Ruf an die Berliner Hofoper, an der er bis 1911 engagiert blieb. Parallel zu seinen Festengagements gastierte er bei von 1889 bis 1897 regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen, ab 1893 an der Königlich Bayerischen Hofoper in München, 1895 und 1896 mit der Damrosch Opera Company in den Vereinigten Staaten sowie in den Opernhäusern von London und Amsterdam, an den Hofopern von Mannheim, Wiesbaden und Dresden, in Bremen, Breslau und Köln.