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Fritz Strobentz

Frieda Blell

Brief

Ort: Rom

Datum: Frühling 1912

Artikelnummer: KKS202500575

250,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Strobentz weilt bereits seit 3 Wochen in Rom und berichtet Blell von der Stadt, deren Kunst - kaum Ölbilder, dafür viele Fresken und Statuen - und den Leuten. Er macht viele Ausflüge und trifft sich mit Freunden, möchte außerdem noch Neapel, Capri und Pompeji besuchen, bevor er Mitte Mai nach München zurückkehrt.

Maße

Das Blatt misst ca. 17 x 13 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten, die Jahreszahl mit Bleistift ergänzt. Die beiden Bögen mit Wasserzeichen, mittig horizontal gefalzt, etwas vergilbt, griffspurig, knickfaltig, blass stockfleckig, in den Kanten leicht bestoßen und angeschmutzt. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus dem Nachlass der Familie Putz/ Blell.

Fritz Strobentz (geboren 1856 in Budapest, gestorben 1929 in München) war ein aus Ungarn stammender Maler. Er studierte von 1877 bis 1880 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Hugo Crola, Heinrich Lauenstein, Peter Janssen d. Ä. und Eduard von Gebhardt. Von 1880 bis 1882 war er Student der Akademie der Bildenden Künste München bei Ludwig von Löfftz. Danach ließ er sich in München nieder, dann in Dachau (Künstlerkolonie Dachau) und Ungarn. In München war er Mitglied der Luitpold-Gruppe. Anfangs Anhänger der traditionellen Münchener Genre- und Landschaftsmalerei., entwickelte er, ausgehend vom Naturalismus, eine eigenständige impressionistische Naturauffassung. Seit den 1880er Jahren widmete sich Strobentz der Freilichtmalerei und gründlichen Naturstudien. Studienreisen unternahm er nach Holland, Paris und Italien. 1910 verlieh ihm das Königreich Bayern den Professorentitel. Strobentz gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Münchener Secession und zum Kreis um Leo Putz, war mit Franz von Stuck und Fritz von Uhde befreundet. Als frühes Mitglied des Deutschen Künstlerbundes stellte Strobentz 1904 auf der ersten gemeinsamen Ausstellung des DKB mit den Münchener Sezessionisten in den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz aus. 1907 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der ungarischen Gesellschaft der Impressionisten und Naturalisten.

Frieda Blell (geboren 1874 in Brandenburg an der Havel, gestorben 1951 in Gauting) war eine deutsche Landschaftsmalerin. Sie war Tochter des Großhändlers und Reichstagsabgeordneten Carl Blell, studierte gegen den Willen des vaters ab 1900 in München kunst, wo sie den expressionistischen Maler Leo Putz kennenlernte. Sie fungierte zunächst als dessen Modell, heiratete ihn schließlich 1913. Sie arbeitete meist im Schatten ihres Mannes erst in München, ab 1923 in Gauting. Den Sommer verbrachte das Künstlerehepaar zwischen 1909 und 1914 häufig in Hartmannsberg am Chiemsee zusammen mit Julius Hess, Lotte von Marcard und Edward Cucuel. Dort entstand eine große Anzahl von Freilichtakten und Kahnbildern. Von 1929 bis 1933 lebte die Familie in Südamerika, wo ihr Leo Putz ab 1931 eine Professur in Rio de Janeiro innehatte. Da Putz öffentlich Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeigte und sein Werk als „entartete Kunst“ klassifiziert wurde, war die Familie gezwungen, nach Meran (Südtirol, Italien) umzusiedeln.

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