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Joseph Hess

Christian Frank

Brief

Ort: Wien

Datum: 20. März 1934

Artikelnummer: KKS202500467

70,00 €
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Stk

Inhalt

Hess übersendet Frank eine seiner Publikationen und bittet im Austausch um einen oder zwei Jahrgänge der "Deutschen Gaue", die er gern in Luxemburger Zeitungen besprechen würde.

Maße

Das Blatt misst ca. 28 x 22 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten, mit Farbstiftannotationen. Der Bogen links gelocht, mehrfach gefalzt, vergilbt, griffspurig, stockfleckig, knick- und quetschfaltig, in den Kanten und Falzkanten etwas angeschmutzt. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Joseph Hess (geboren 1889 in Simmern, gestorben 1973 in Luxemburg) studierte nach dem Abitur am Athenäum 1909 Philosophie, Latein und Germanistik an den Cours supérieurs in Luxemburg und an den Universitäten Paris, München, Freiburg/ Breisgau und Freiburg (CH). Ab 1915 unterrichtete er in Luxemburg und Echternach, von 1919 bis 1933 in Esch/Alzette und bis 1954 am Athenäum. Zwischen 1944 und 1945 lehrte er zudem englische Literatur an den Cours supérieurs. Hess hatte sich als Mitglied der Letzeburger Nationalunio'n bereits früh mit der luxemburgischen Sprache beschäftigt und 1924 den Luxemburger Sprachverein mitbegründet. Sein Anliegen galt der Bewahrung und Pflege des Luxemburger Wortbestandes sowie dem dialektischen Verhältnis von luxemburgischer Hochsprache und Lokalmundarten. Er sammelte alte Sprachdenkmäler und Volkssagen und gab u. a. den Sagenschatz des Luxemburger Landes von Nikolas Gredt neu heraus, war außerdem Kommissionsmitglied des Luxemburger Wörterbuchs, Mitglied des Institut grand-ducal, Section de linguistique, de folklore et de toponymie und des Institut grand-ducal, Section historique, deren Vizepräsident er ab 1935 und Präsident ab 1960 war. Des Weiteren umfasst sein umfangreiches Werk Studien zur Luxemburger Kultur und Volkskunde wie Luxemburger Volkskunde und Luxemburger Volksleben in Vergangenheit und Gegenwart. Joseph Hess schrieb insbesondere Beiträge zur Kirchengeschichte, Heraldik, zur Geschichte der Dörfer und Gemeinden.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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