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Stephan Kekule von Stradonitz

Otto von und zu Aufsess

Brief

Ort: Groß-Lichterfelde

Datum: 11. März 1898

Artikelnummer: KKS202500555

400,00 €
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Stk

Inhalt

Stephan Kekule von Stradonitz bittet den Freiherrn Otto von und zu Aufseß für sein Stammbuch um Wappenblatt, Unterschrift und Danksagung. Über dem roten Monogrammstempel mit Kommentar und Unterschrift des Adressaten.

Maße

Das Blatt misst ca. 26 x 20,5 cm.

Zustand

Die Schriften Kekules und von Aufsess' in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten, recto oben mittig mit roter Monogrammprägung und Bleistiftannotation. Der chamoisfarbene Bogen Bütten mit Wasserzeichen, mittig horizontal gefalzt, unregelmäßig gedunkelt, griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten und Falzkanten leicht angeschmutzt und bestoßen. Sonst gut erhalten.

Provenienz

Aus Bayerischem Privatbesitz.

Stephan Karl Kekule, seit 1895 Kekule von Stradonitz (geboren 1863 in Gent, Belgien, gestorben 1933 in Berlin) war ein deutscher Jurist, Privatgelehrter, Heraldiker und Genealoge aus der Familie Kekulé von Stradonitz. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bonn und dem Studium der Rechte und der Geschichte in Bonn und Straßburg schlug Kekule zunächst eine militärische Laufbahn ein und diente von 1885 bis 1889 als Artillerieoffizier in der preußischen Armee. 1889 verließ er den Militärdienst und schrieb sich erneut als Student an der Berliner Universität ein, an der er bis 1892 blieb. Anschließend trat er in den juristischen Staatsdienst ein und wurde Referendar am Berliner Kammergericht. Von 1897 bis 1905 vertrat er den Fürsten Georg im schaumburg-lippischen Thronstreit und wurde von diesem zum Kammerherrn ernannt. Seine juristische und genealogische Reputation verhalf ihm in den folgenden Jahren zu einer umfangreichen Gutachtertätigkeit für einige Adelsfamilien. Kekule wurde schließlich beeidigter Sachverständiger für Fragen der Heraldik beim Landgericht Berlin und Sachverständiger der Kommission des Zeughauses der Staatlichen Museen zu Berlin. war Auswärtiges Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, Schatzmeister (seit 1894), Sektionschef (1900–1903) für Genealogie und Vorsitzender (1923–1933) des Vereins „Herold“, des ältesten deutschen Genealogenvereins (gegr. 1869), erster Schriftführer des Vereins für historische Waffenkunde und seit 1932 Leiter der Abteilung VI (Genealogie und Heraldik) des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine.

Otto von und zu Aufseß (geboren 1825 auf Schloss Unteraufseß, gestorben 1903 in Regensburg) war Reichsbevollmächtigter und Mitglied des Deutschen Reichstages. Der Sohn von Hans von und zu Aufseß, entstammte dem alten fränkischen Adelsgeschlecht der Familie von Aufseß. Während seines Studiums wurde er in Erlangen im Winter-Semester 1844/45 Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther und war 1846 Mitgründer der Burschenschaft der Grauen. Er amtierte als Reichsbevollmächtigter für Zölle und Steuern in den Provinzen Brandenburg und Posen. Von Dezember 1883 bis Oktober 1884 vertrat er die Deutsche Fortschrittspartei im Reichstag, nachdem er im Wahlkreis Oberfranken 3 (Forchheim) eine Nachwahl für den ausgeschiedenen Abgeordneten Carl Herz gewonnen hatte. Er war außerdem Verfasser der Aufsesser Familiengeschichte von 1888.

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