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Johannes Leppich

Karl Borromäus Glock

Postkarte

Ort: Essen

Datum: 16.02.1953

Artikelnummer: KKS202400320

50,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Leppich möchte ein Buch aus dem Verlagsangebot, im Idealfall ein Tagebuch mit starkem sozialem Gedanken.

Maße

Das Blatt misst ca. 10,5 x 15 cm.

Zustand

Der Inhalt maschinengeschrieben, die Signatur in blauem Kugelschreiber, gut lesbar. Verso mit Korrekturen adressiert. Die Karte verso auf Trägerpapier mit offiziellem "Kreis der Besinnung"-Briefkopf, leicht vergilbt und angeschmutzt, die Ränder und Ecken leicht knickfaltig, Bleistiftannotationen auf dem Träger unten rechts, oben rechts Tintenannotation. In guter Erhaltung.

Provenienz

Im Berliner Kunsthandel erworben.

Johannes Leppich (geboren 1915 in Ratibor, gestorben 1992 in Münster) war ein deutscher römisch-katholischer Priester, gehörte dem Jesuitenorden an und wurde besonders in den 1950er und 1960er Jahren als Straßenprediger bekannt. Als Zwanzigjähriger trat er in die Gesellschaft Jesu ein und studierte nach dem Noviziat Philosophie und katholische Theologie an der Universität Breslau. 1942 wurde er zum Priester geweiht. Danach war er Seelsorger in Gleiwitz und ab 1946 im Flüchtlingslager Friedland. Im selben Jahr gehörte er zu den Begründern des deutschen Zweigs der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und war dessen Nationalkaplan. Später war er in Gefängnissen und im Großstadtapostolat tätig. Bekannt wurde Leppich durch seine Volks- und Straßenpredigten in zahlreichen Städten (bis 1971). Pater Leppich war Mitbegründer der Telefonseelsorge. Zu seiner Unterstützung und als Teil des Laienapostolates, zu dem er immer wieder aufrief, bildeten sich in den 1950er Jahren vielerorts „Pater-Leppich-Kreise“. Auch durch Reisen nach Pakistan, Indien, Thailand und Nordamerika lernte er die Armut in der Welt kennen und organisierte Sach- und Geldspenden. Auf seine Anregung sowie die des Gideonbundes gehen die heute in Hotels noch in den Zimmern ausliegenden Bibeln zurück.

Karl Borromäus Glock (geboren 1905 in Nürnberg, gestorben 1985 in Heroldsberg) war ein deutscher Verleger, Schriftsteller und Schlossbesitzer, der u. a. den christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus förderte. 1926 gründete Glock mit Viktor Lutz in der Feldgasse in Nürnberg einen Verlag und ging zur Buchproduktion über, wobei zunächst Glock selbst als Verlagsvertreter reiste. Kommerzielle Interessen standen schon damals nicht im Vordergrund, der Verlag hatte von Anfang an ein christlich-humanistisches Profil, organisierte Vorträge, Exkursionen und Drucke. 1931, beim 71. Deutschen Katholikentag in Nürnberg begegnete er Carl Muth, in dessen Fußstapfen er nach und nach trat. Nach dem Vorbild von dessen Zeitschrift Hochland (Zeitschrift) brachte Glock die Zeitschrift „Buch und Leben“ (später „Besinnung“) heraus, in der Angriffe auf die NS-Zeitschriften Der Stürmer und Völkischer Beobachter abgedruckt wurden, was zum Verbot der Verlagsdruckerei und der Zeitschrift führte. Weil Glock die Zeitschrift trotzdem unter dem Tarnnamen „Grundkatalog Deutscher Literatur“ weiterführte, wurde er 1935 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nur wegen einer Amnestie nicht antreten musste. Nach dem Krieg mussste Glock seinen Verlag neu aufbauen, 1945 erhielt er eine Verlagslizenz der amerikanischen Besatzungsmacht und entwickelte sein weitgespanntes Verlagsprogramm, legte Vorkriegsautoren und klassische christliche Werke wieder auf, außerdem seine Verlagszeitschrift. Er entwickelte weitgespannte Buchreihhen und gründete unterschiedliche Gesellschaften, für die er internationale Autoren gewinnen konnte. 1981 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

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