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Hermann von Roques

Witwe von Stieglitz

Brief

Ort: Kassel

Datum: 8. März 1903

Artikelnummer: KKS202600156

150,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief des Majors und Historikers Hermann von Roques an die Witwe von Stieglitz, die mit ihren Töchtern in Rom überwintert. Er schickt ihr 50 Mark als "Peterspfennig" und bittet um Übermittlung. Weiterhin schreibt er von Kirchenumbauten der Diözese Fulda und erwähnt im Abgang den verstorbenen Mann der Adressatin, mit dem er 1870 in der Schlacht von Wörth kämpfte.

Maße

Das Blatt misst ca. 18,0 x 11,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, stellenweise etwas verwischt, dennoch gut lesbar und erhalten. Der Doppelbogen mittig horizontal gefalzt, gebräunt und gebrauchsspurig, stockfleckig, etwas angeschmutzt, recto unten kleine Bereibungen im papier, die Kanten und Falzkanten bestoßen, an der Mittelfalz unten und oben Einrisse. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Hermann von Roques (geboren um 1831, gestorben 1906 in Kassel) war ein deutscher Historiker und Major. Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) wurde er zum Major im Infanterie-Regiment Nr. 52 ernannt. Für seine Verdienste während des Feldzugs gegen Frankreich erhielt er sowohl das Eiserne Kreuz 1. Klasse als auch das der 2. Klasse. Nach dem Krieg stieg er bis zum Generalmajor (1886) auf, bevor er 1887 seinen Abschied aus dem aktiven Dienst nahm. Seine wissenschaftliche Tätigkeit konzentrierte sich vor allem auf landes- und kirchengeschichtliche Quellenforschung in Hessen. Bekannt wurde er insbesondere durch die Edition des zweibändigen „Urkundenbuchs des Klosters Kaufungen“ (1900–1902), das bis heute als wichtige Quellensammlung zur regionalen mittelalterlichen Geschichte herangezogen wird, sowie durch die Studie „Die Bekehrung Hessens zum Christentume“ (1893). Seine Arbeiten fanden in der Fachliteratur wiederholt Verwendung und trugen zur Erschließung archivalischer Überlieferung bei.

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