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Axel Boëthius

Marie Elisabeth zu Wied

Grußkarte

Ort: Rom

Datum: 8. Dezember 1957

Artikelnummer: KKS202600260

120,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Auf Schwedisch verfasste Grußkarte des in Rom weilenden, klassischen Archäologen Axel Boëthius an Marie Elisabeth zu Wied.

Maße

Das Blatt misst ca. 11,5 x 16,0 cm.

Zustand

2 Objekte: Umschlag und Karte. Die Schrift in blauem Kugelschreiber, sehr gut erhalten. Karte und Umschlag mit Namens- und Adressklebchen der "American Academy in Rome". Die Klappkarte etwas vergilbt und griffspurig, in den kanten leicht bestoßen, der Umschlag recto mit 2 Postmarken- und stempel, etwas vergilbt und griffspurig, in den Kanten bestoßen und etwas angeschmutzt. Alles in allem gut erhalten.

Provenienz

Aus süddeutschem Kunsthandel erworben.

Axel Boëthius (geboren 1889 in Göteborg, gestorben 1969 in Rom) war ein schwedischer Klassischer Archäologe und einer der bedeutenden skandinavischen Forscher auf dem Gebiet der antiken Architektur- und Stadtforschung. Boëthius studierte Klassische Archäologie an der Universität Uppsala und spezialisierte sich früh auf die Architektur und Stadtentwicklung des antiken Italien, insbesondere der etruskischen und römischen Kultur. Bereits in jungen Jahren war er mit der Schwedischen Schule in Rom verbunden, die eine zentrale Rolle für die skandinavische Archäologie im Mittelmeerraum spielte. Seine wissenschaftlichen Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf die Architekturgeschichte der Antike. Besondere Bedeutung erlangten seine Studien zu den etruskischen Tempeln sowie zur Baugeschichte der römischen Städte in Italien. Boëthius führte zahlreiche archäologische Untersuchungen durch, unter anderem in Pompeji und in verschiedenen etruskischen Fundorten Mittelitaliens. 1935 wurde er Direktor der Schwedischen Schule in Rom, ein Amt, das er bis 1952 innehatte. In dieser Zeit prägte er maßgeblich die Ausbildung einer Generation skandinavischer Archäologen und förderte die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Klassischen Archäologie. Axel Boëthius gilt als wichtiger Vertreter der architekturgeschichtlichen Forschung zur antiken Welt und trug wesentlich zum Verständnis der etruskischen und frühen römischen Baukunst bei.

Marie Elisabeth zu Wied (geboren 1913 in Neuwied, gestorben 1983) war eine Prinzessin aus dem deutschen Fürstenhaus Wied. Sie gehörte zu einer Familie, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch enge dynastische Verbindungen mit mehreren europäischen Herrscherhäusern verbunden war. Sie war eine Tochter von Wilhelm zu Wied und Sophie von Schönburg-Waldenburg. Ihr Vater war 1914 für kurze Zeit als Fürst von Albanien eingesetzt worden, bevor der Ausbruch des Erster Weltkrieg seine Herrschaft beendete. Marie Elisabeth wuchs in Deutschland auf und gehörte dem weit verzweigten europäischen Hochadel an. Über ihre Familie bestanden enge verwandtschaftliche Beziehungen unter anderem zum rumänischen Königshaus, da ihr Großvater Wilhelm zu Wied ein Bruder von Elisabeth zu Wied war. Über ihr späteres Leben ist in der historischen Literatur vergleichsweise wenig veröffentlicht. Wie viele Angehörige des deutschen Hochadels des 20. Jahrhunderts lebte sie nach dem Ende der monarchischen Ordnung überwiegend im privaten Rahmen der Familie.

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