Friedrich Franz IV.(geboren 1882 in Palermo, gestorben 1945 in Flensburg) war von 1897 bis 1918 der letzte Großherzog von Mecklenburg-Schwerin. Er entstammte dem Haus Mecklenburg und war der älteste Sohn des Großherzogs Friedrich Franz III. und der Großfürstin Anastasia Michailowna Romanowa von Russland. Nach dem frühen Tod seines Vaters 1897 folgte er im Alter von 15 Jahren auf den Thron; bis zu seiner Volljährigkeit 1901 führte sein Onkel, Herzog Johann Albrecht, die Regentschaft. Friedrich Franz IV. übernahm anschließend die Regierungsgeschäfte selbst. Im Ersten Weltkrieg stellte Mecklenburg-Schwerin Truppen für das Deutsche Reich; der Großherzog nahm repräsentative und militärische Funktionen wahr, ohne jedoch maßgeblichen Einfluss auf die Reichspolitik auszuüben. Mit der Novemberrevolution 1918 dankte er am 14. November 1918 ab; das Großherzogtum ging im neu gebildeten Freistaat Mecklenburg-Schwerin auf. Nach dem Ende der Monarchie lebte Friedrich Franz IV. überwiegend zurückgezogen, zeitweise im Ausland, später wieder in Norddeutschland. Während der Zeit des Nationalsozialismus trat er politisch nicht hervor. Er starb 1945 in Flensburg kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.