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Heinrich Kemke

Christian Frank

Brief

Ort: Königsberg

Datum: 17. Januar 1931

Artikelnummer: KKS202500433

40,00 €
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Inhalt

Kemke bestätigt den Empfang eines Hefts der "Deutschen Gaue" und vermeldet, dass die eigenen Publikationen noch etwas auf sich warten lassen, dann aber in Versand gehen.

Maße

Das Blatt misst ca. 16,8 x 22 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift in blauer Tinte. Der Bogen mit offiziellem Briefkopf links gelocht, mehrfach gefalzt, leicht vergilbt und griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, etwas knickfaltig, in den Kanten und Falzkanten leicht bestoßen und angeschmutzt. Sonst in gutem Zustand,

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Karl Heinrich Kemke (geboren 1864 in Siewken, Kreis Angerburg, gestorben 1941 in Berlin-Spandau) war ein deutscher Buchhändler, Prähistoriker und Kustos am Prussia-Museum. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Königsberg durchlief er eine Lehre zum Buchhändler und war in Buchhandlungen, zuerst vor Ort bei Koch & Reimer und dann in Berlin, angestellt. Hier war er mit Heinrich Eigentümer eines Verlags, nach Konkurs des Verlags ging er zurück nach Königsberg. 1893 begann er mit archäologisch-prähistorischen Forschungen, beschäftigte sich mit der westbaltischen Hügelgräberkulturen, wurde Mitglied der Physikalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg. Ein Jahr später veröffentlichte er einen Bericht über die archäologischen Ausgrabungen in Scharnick bei Seeburg. Anschließend nahm er an den Ausgrabungen in Oberhof (heute Aukštkiemiai bei Klaipėda) und am Gräberfeld bei Bartlickshof im Kreis Lötzen teil. Er war langjähriger Bibliothekar der Altertumsgesellschaft Prussia. Nach 1900 wurde er Kustos am Prussia-Museum. Heinrich Kemke leistete einen wesentlichen Beitrag bei der Ausarbeitung und Gestaltung des Preußischen Ausgrabungsgesetzes vom 26. März 1914.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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