Hans Sterneder (geboren 1889 in Eggendorf/ Paudorf, gestorben 1981 in Bregenz)) war ein österreichischer Schriftsteller, dessen Werk zunächst von naturverbundener Heimatliteratur und später zunehmend von mystisch-religiösen und esoterischen Themen geprägt wurde. Nach dem Besuch des Gymnasiums legte er die Reifeprüfung ab und unternahm zwischen 1909 und 1911 als Wandergeselle Reisen durch Europa. Während dieser Zeit lernte er unter anderem Ernst Haeckel, Hans Thoma sowie den Schriftsteller Richard Voß kennen, der ihn nachhaltig förderte. Mit finanzieller Unterstützung von Richard Voß absolvierte Sterneder ab 1912 eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Wien. Anschließend war er als Lehrer in Niederösterreich und der Steiermark tätig. Die Erfahrungen aus dieser Zeit bildeten die Grundlage seines autobiographisch geprägten Romans „Der Bauernstudent“, mit dem er literarisch bekannt wurde. Ab den 1920er-Jahren arbeitete Sterneder als freier Schriftsteller in Gloggnitz und später in Bregenz. Inhaltlich entwickelte sich sein Werk zunehmend in Richtung religiöser Mystik und spiritueller Weltdeutung, besonders sichtbar im Roman „Der Wunderapostel“. Neben seiner literarischen Tätigkeit galt er zeitweise als bedeutender Vertreter mystisch-religiöser Strömungen im österreichischen Kulturleben. Nach 1945 veröffentlichte er weiterhin philosophisch und kosmologisch geprägte Werke, konnte jedoch nicht mehr an seine früheren literarischen Erfolge anknüpfen.