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Raimund Lang

Karl Borromäus Glock

Brief

Ort: Oberammergau

Datum: 04.07.1950

Artikelnummer: KKS202400317

80,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Lang schreibt Glock, er könne dem Chefredakteut der "Besinnung" eine Pressekarte für die Passionsspiele kostenlos zur Verfügung stellen, allerdings nicht für dessen Unterkunft aufkommen.

Maße

Das Blatt misst ca. 20,5 x 18,5 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift in blauerTinte. Der Bogen mit offziellem Briefkopf verso auf ein Trägerpapier mit offiziellem Briefkopf montiert, unten etwas unrelemäßig beschnitten, etwas wellig, dreifach gefalzt, der Träger recto mit Bleistiftannotationen unten rechts, oben rechts mit Tintenannotation. Sonst gut erhalten.

Provenienz

Im Berliner Kunsthandel erworben.

Raimund Lang (geboren 1895 in Oberammergau, gestorben 1976 ebenda) war ein deutscher Politiker der Bayernpartei. Er studierte von 1919 bis 1922 Tiefbau an der Technischen Hochschule München. Nach Ablegung des Staatsexamens zum Regierungsbaumeister im Jahr 1924 studierte er von 1925 bis 1926 Architektur in Stuttgart. Anschließend war Lang von 1926 bis 1928 als Bauleiter von Hoch- und Tiefbauarbeiten tätig und übernahm im August 1928 bis 1930 die Bauleitung und Entwurfsbearbeitung für den Bühnenumbau und die Hallenerweiterung des Passionsspielhauses Oberammergau. Lang war bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister von Oberammergau im Juni 1933 ebendort als Architekt tätig. Er blieb bis 1945 Bürgermeister und führte von 1934 bis 1939 das Passionsspiel durch und nahm zudem am Zweiten Weltkrieg teil. Ab Mai 1948 war er wieder als Bürgermeister von Oberammergau tätig und bereitete die Durchführung des Passionsspieljahrs 1950 vor.

Karl Borromäus Glock (geboren 1905 in Nürnberg, gestorben 1985 in Heroldsberg) war ein deutscher Verleger, Schriftsteller und Schlossbesitzer, der u. a. den christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus förderte. 1926 gründete Glock mit Viktor Lutz in der Feldgasse in Nürnberg einen Verlag und ging zur Buchproduktion über, wobei zunächst Glock selbst als Verlagsvertreter reiste. Kommerzielle Interessen standen schon damals nicht im Vordergrund, der Verlag hatte von Anfang an ein christlich-humanistisches Profil, organisierte Vorträge, Exkursionen und Drucke. 1931, beim 71. Deutschen Katholikentag in Nürnberg begegnete er Carl Muth, in dessen Fußstapfen er nach und nach trat. Nach dem Vorbild von dessen Zeitschrift Hochland (Zeitschrift) brachte Glock die Zeitschrift „Buch und Leben“ (später „Besinnung“) heraus, in der Angriffe auf die NS-Zeitschriften Der Stürmer und Völkischer Beobachter abgedruckt wurden, was zum Verbot der Verlagsdruckerei und der Zeitschrift führte. Weil Glock die Zeitschrift trotzdem unter dem Tarnnamen „Grundkatalog Deutscher Literatur“ weiterführte, wurde er 1935 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nur wegen einer Amnestie nicht antreten musste. Nach dem Krieg mussste Glock seinen Verlag neu aufbauen, 1945 erhielt er eine Verlagslizenz der amerikanischen Besatzungsmacht und entwickelte sein weitgespanntes Verlagsprogramm, legte Vorkriegsautoren und klassische christliche Werke wieder auf, außerdem seine Verlagszeitschrift. Er entwickelte weitgespannte Buchreihhen und gründete unterschiedliche Gesellschaften, für die er internationale Autoren gewinnen konnte. 1981 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

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