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Marie Elisabeth zu Wied

Carl Bonhoff

Brief

Ort: Leipzig

Datum: 30. August 1924

Artikelnummer: KKS202600270

100,00 €
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Stk

Inhalt

Brief und Predigt des Leipziger Theologen und Freimaurers Carl Bonhoff an Marie Elisabeth zu Wied. Der ehemalige Erzieher der Prinzen zu Wied erkundigt nach der Gesundheit der Familie und schickt der Adressatin eine Abschrift seiner am 3. August gehaltenen Predigt zum Gedenken an die im Weltkrieg Gefallenen.

Maße

Das Blatt misst ca. 33,5 x 22,5 cm.

Zustand

3 Objekte: Brief, Umschlag und eine 7-seitige Predigt. Brief und Umschlag in blauer Tinte beschriftet, gut lesbar und erhalten, die Predigt maschinengeschrieben. Die Dokumente mit horizontalen Falzspuren, die Predigt an der rechten oberen Ecke geknickt, vergilbt und griffspurig, blass stockfleckig, in den kanten etwas bestoßen. Der Umschlag oben geöffnet, hier berissen, recto mit Postmarken- uns stempeln sowie Adressdruck oben links, vergilbt und gebrauchsspurig, blass stockfleckig, angeschmutzt, in den Kanten bestoßen. Alles in allem in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Kunsthandel erworben.

Marie Elisabeth zu Wied (geboren 1913 in Neuwied, gestorben 1983) war eine Prinzessin aus dem deutschen Fürstenhaus Wied. Sie gehörte zu einer Familie, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch enge dynastische Verbindungen mit mehreren europäischen Herrscherhäusern verbunden war. Sie war eine Tochter von Wilhelm zu Wied und Sophie von Schönburg-Waldenburg. Ihr Vater war 1914 für kurze Zeit als Fürst von Albanien eingesetzt worden, bevor der Ausbruch des Erster Weltkrieg seine Herrschaft beendete. Marie Elisabeth wuchs in Deutschland auf und gehörte dem weit verzweigten europäischen Hochadel an. Über ihre Familie bestanden enge verwandtschaftliche Beziehungen unter anderem zum rumänischen Königshaus, da ihr Großvater Wilhelm zu Wied ein Bruder von Elisabeth zu Wied war. Über ihr späteres Leben ist in der historischen Literatur vergleichsweise wenig veröffentlicht. Wie viele Angehörige des deutschen Hochadels des 20. Jahrhunderts lebte sie nach dem Ende der monarchischen Ordnung überwiegend im privaten Rahmen der Familie.

Georg Albrecht Carl Bonhoff ( auch Karl, geboren 1865 in Königshof bei Hannoversch Münden, Königreich Hannover, gestorben 1937 in Elende an der Hainleite) war ein deutscher evangelisch-reformierter Theologe und Freimaurer. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Kassel studierte Carl Bonhoff Theologie an den Universitäten Leipzig, Berlin, Marburg und Jena. Danach war er Erzieher der Prinzen zu Wied in Neuwied am Rhein. Im Anschluss wurde er Pfarrer der Reformierten Gemeinde zu Leipzig. m Jahre 1908 schied er im Alter von 43 Jahren im Zusammenhang mit dem Disput um das Konfirmationsgelübde freiwillig aus dem Dienst. Nach Ende des Ersten Weltkrieges übernahm er erneut das Pfarramt der reformierten Kirche in Leipzig. Er war in Leipzig im Pfarrhaus am Trödlinring 7 zu erreichen und gehörte der Leipziger Freimaurerloge Fichte zur deutschen Treue an.

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