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Elisabeth von Österreich

Franz Josef I. von Österreich

Hochzeitsanzeige

Ort: Wien

Datum: Frühling 1854

Artikelnummer: KKS202600102

200,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Gedruckte Hochzeitsanzeige mit Loblied für das Brautpaar Franz Josef I. von Österreich und der Elisabeth von Bayern ("Sisi").

Maße

Das Blatt misst ca. 27,5 x 21,0 cm.

Zustand

Der Bogen gedruckt, recto oben und unten Annotationen in Bleistift, in den Rändern etwas unregelmäßig, leicht vergilbt und griffspurig, etwas angeschmutzt und blass stockfleckig, etwas knickfaltig, in den Kanten leicht bestoßen, oben minimale Einrisse und ein Löchlein. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus süddeutschem Privatbesitz.

Elisabeth Amalie Eugenie in Bayern (geboren 1837 in München, gestorben 1898 in Genf) war durch ihre Heirat mit Franz Joseph I. seit 1854 Kaiserin von Österreich und seit dem Ausgleich von 1867 auch Königin von Ungarn. Sie entstammte dem bayerischen Haus Wittelsbach und war die Tochter Herzog Maximilians in Bayern. Elisabeth heiratete am 24. April 1854 im Alter von 16 Jahren ihren Cousin Franz Joseph I., was sie zur Kaiserin von Österreich machte. Diese Ehe verband die dynastischen Häuser der Wittelsbacher und Habsburger in einer Zeit, in der die österreichische Monarchie tiefgreifenden politischen Umbrüchen gegenüberstand. In ihrer Rolle als Kaiserin und später als Königin von Ungarn war Elisabeth politisch vor allem im Rahmen der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wirksam: Sie unterstützte die Aussöhnung zwischen Wien und Budapest, die 1867 im Ausgleich zur Schaffung der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie mündete, und wurde von vielen Ungarn wegen ihrer Sympathien für deren nationale Anliegen besonders geschätzt. Während ihrer Ehe war sie formal Teil des Staatsapparats der Habsburgermonarchie, nahm aber selten direkte politische Führung wahr und verstand ihre Rolle eher als Repräsentantin und kulturelle Figur. Ihre Stellung war durch Spannungen am Hof geprägt, insbesondere durch Konflikte mit Erzherzogin Sophie, der Mutter Franz Josephs, über die Etikette und Kontrolle am Hof. Elisabeth lebte zeitweise zurückgezogen und verbrachte viele Jahre im Ausland oder in ländlichen Residenzen, was ihre direkte politische Einflussnahme einschränkte. Bedeutende Ereignisse in ihrem persönlichen Umfeld – darunter der Tod ihres Sohnes, Kronprinz Rudolf, 1889 – prägten ihr späteres Leben. Am 10. September 1898 wurde Elisabeth in Genf von einem italienischen Anarchisten ermordet.

Franz Joseph I. (geboren 1830 in Schloss Schönbrunn, Wien, gestorben 1916 ebenda) war von 2. Dezember 1848 bis zu seinem Tod 1916 Kaiser von Österreich und ab 1867 zugleich König von Ungarn. Er bestieg den Thron im Jahr 1848 während der Revolutionsjahre nach der Abdankung seines Onkels Ferdinand I. und setzte zunächst eine konservative, zentralistische Regierungsform durch, die innere Ordnung und monarchische Autorität stärken sollte. Nach militärischen Niederlagen – etwa 1859 gegen Sardinien-Piemont/Frankreich und 1866 gegen Preußen – verlor Österreich seine Vormachtstellung in Deutschland. Als Reaktion auf völkische Spannungen und ungarischen Nationalismus schloss Franz Joseph 1867 den Ausgleich mit Ungarn, wodurch die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn entstand: Österreich und Ungarn wurden gleichberechtigte Teile des Reiches mit getrennten Parlamenten, aber gemeinsamer Außen-, Militär- und Finanzpolitik. Er war in der Außenpolitik lange Zeit mit der Bündnispolitik Europas engagiert, ab 1879 in einem Zweibund mit dem Deutschen Reich, der 1882 zum Dreibund (mit Italien) wurde; diese Allianzstrukturen prägten die Machtbalance vor dem Ersten Weltkrieg. Franz Josephs Herrschaft war geprägt von dem Versuch, die multinationalen Vielvölkerstaaten und inneren Reformdruck auszubalancieren. Zu den politischen Herausforderungen gehörten Nationalitätenkonflikte, soziale Modernisierungsforderungen und die Bewältigung der strukturellen Spannungen zwischen Zentralregierung und territorialen Gruppen. 1914 unterstützte er nach der Ermordung seines Neffen Franz Ferdinand die Kriegserklärung gegen Serbien, die zum Ersten Weltkrieg führte.

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