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Eduard Arnhold

Maximilian Zürcher

Brief

Ort: Berlin

Datum: 04.04.1918

Artikelnummer: KKS202400250

800,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Arnhold kondoliert einem nicht näher benannten Freund zum Tode von dessen, am Flecktyphus verstorbenen, Hausarzt. Dem Gruß hängt zum Trost die Abschrift eines mehrseitigen Briefes des Architekten Maximilian Zürcher an, der in einem Nobelhotel in Konstantinopel weilend, nicht nur über den Luxus vor Ort berichtet, sondern auch sehr unterhaltsam über Vorkommen und Bedeutung der "Flecktyphuslaus". Der laufende Krieg wird am Rande besprochen.

Maße

Das Blatt misst ca. 20 x 16 cm.

Zustand

2 Schriftstücke: Brief Arnhold: Doppelbogen mit Briefkopf, maschinengeschrieben, eigenhändig in schwarzer Tinte unterzeichnet. Der Brief mehrfach gefalzt, etwas vergilbt, fingerknittrig, blass stockfleckig, in den Rändern und Falzen angeschmutzt, hier auch kleinere Quetschfalten, die Kanten leicht bestoßen, die Ecken etwas knickfaltig. Sonst in sehr gutem Zustand. Abschrift Brief Maximilian Zürcher: 7 Seiten maschinengeschrieben, die Bogen mittig horizontal gefalzt, unregelmäßig gebräunt, die Vorderseiten stärker, in den Rändern heller, stockfleckig, Oberflächen und Kanten angeschmutzt, teils bestoßen, Büroklammerspuren, die Ecken teilweise knickfaltig, einige Wasserflecken. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Im Berliner Kunsthandel erworben.

Eduard Arnhold (geboren 1849 in Dessau, gestorben 1925 in Neuhaus am Schliersee) war ein deutscher Unternehmer, Kunstmäzen und Philanthrop. Arnhold besuchte zunächst eine staatliche Handelsschule, nach dem Abschluss 1863 begann er eine Lehre bei dem Berliner Kaufmann Caesar Wollheim. Er stieg schnell auf und war bereits mit 25 Jahren Prokurist und Teilhaber. Arnhold brachte das Unternehmen weit voran und stieg in die ersten Kreise Berlins auf, übernahm zahlreiche Ehrenämter und wurde Aufsichtsratsvorsitzender der "Dresdner Bank" und der "Großen Berliner Straßenbahn". Der Unternehmer zählte Künstler wie Adolph Menzel, Max Liebermann und Arnold Böcklin zu seinem Freundeskreis, sammelte deren Werke und die moderner französischer Künstler. Als Mäzen unterstützte er die Staatlichen Museen mit Geld und Bildern, gehörte 1911 zu den Mitbegründern der"Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften" und stiftete dem preußischen Staat 1913 die Villa Massimo in Rom. Er unterstützte außerdem Waisenhäuser, Obdachlosenheime und Krankenhäuser.

Maximilian Zürcher (geboren 1868, gestorben 1926) war ein Schweizer Maler und Architekt. Zürcher, Freund und Architekt des Mäzens und Unternehmers Eduard Arnhold, war für den Ausbau und die Ausgestaltung des Areals und der Atelierhäuser der 1910 von Arnhold erstandenen Villa Massimo zuständig.

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