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Dr. Max Arndt
Olga Arndt
1911-1945?, Belgisch Kongo Berlin
Kontext: Personenstandsurkunden Inhalt: Dieses Konvolut aus dem Nachlass eines nicht näher bestimmbaren Dr. phil. Max Arndt enthält einen Immatrikualtionsausweis der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität von 1911, ein kleines Schwarz-Weiß-Foto mit einem an einem Strand sitzenden (Lido, Venedig - Badekaaren im Hintergrund) etwa 50-jährigen Max Arndt (rückseitig als Sohn von Olga Arndt bezeichnet) um 1910 sowie ein undatiertes Einladungsschreiben des Vizegouverneurs von Belgisch-Kongo. Zustand: Das dreiteilige Konvolut von Dr. Max Arndt enthält einen beidseitig gedruckten und per Hand ausgefüllten Immatrikulationsnachweis für die Kgl. Frierdrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, einen mit Feder und schwarzer Tinte handgeschriebenen Brief auf gedruckten Briefkopfpapier des Vize Gouverneur von Belgisch Kongo (mit Wasserzeichen "Imperial treasury de la rue" sowie Initialen RDL unter Krone) sowie ein Schwarz-Weiß-Foto mit rückwärtiger handschriftlicher Bezeichnung "Max Arndt sitzend Sohn von Olga Arndt". Alle drei Teile sind in einem guten Zustand.
Hermann
Lotti
20.9.1955, Belfast
Kontext: Liebesbrief Inhalt: Ein aus beruflichen Gründen und aufgrund einer "finsteren materiellen Lage" von Hamburg nach Belfast umgezogener Hermann schreibt einen sechs Seiten langen sehnsuchtsvollen, intimen Liebesbrief (voller privater Details und Erinnerungen) an seine Geliebte Lotti in Hamburg. Er versichert, dass ihn nichts an seine Frau Inge binde; dass es in Bezug auf sie ganz anders sei, er sie liebe. Er resonniert (S.5): "Wirklich, die Jahre gehen so dahin und wir haben wohl schon das letzte Drittel begonnen - ich bestimmt. Manchmal fällt mir das Transitorische des Daseins so tief ins Herz, dass mich ein Schauer durchfährt - wer weiß, sage ich mir dann!". Zustand: Der auf mit gedrucktem Briefkopfpapier der RMMV "Capetown Castle" der Union Castel Line (Passagierschiff) mit schwarzer Tinte handgeschriebene sechsseitige Liebesbrief ist horizontal mittig gefaltet, leicht verbräunt und in einem sehr guten Zustand.
Hermann
Lotti
24.10.1951, Cape town / Kapstadt
Kontext: Liebesbrief Inhalt: Verspäteter Antwortbrief eines "alten guten Freund[es]" Hermann aus Kapstadt (offenbar Dozent an der Uni) an die Familienfreundin Lotti (auch seiner geschiedenen Frau Inge) in Hamburg. Er entschuldigt seine späte Antwort auf ihren Brief damit, dass er vor einer Woche eigentlich schon auf dem OP-Tisch hätte liegen müssen. Schildert seinen angegriffenen gesundheitlichen Zustand und dass die OP auf November verschoben wurde, da er aktuell nicht fit dafür sei. Er schreibt, dass es ihm schwer falle wirklich aufzuschreiben, was ihn quält und beschäftigt. Vor 4 Monaten sei er von Inge geschieden worden. Er mit ihr, den Kindern und seiner neuen 25 1/2-jährigen Frau aus Hamburg leben unter einem Dach. Er wisse nicht, ob er dieser Herausforderung gewachsen sei. Er stellt philosophische Betrachtungen an über die (Un-)Möglichkeit von Liebe und Zusammenleben und kommt zu dem Schluss, man müsse einfach machen, nie still stehen: S. 5 "Alles bloße Bleiben ist der Tod jedes Lebens und jeder Liebe." Zustand: Der auf semitransparentem, mit gedrucktem Briefkopfpapier der "University of Cape Town" mit schwarzer Tinte handgeschriebene siebenseitige Brief ist horizontal zweifach gefaltet, leicht verbräunt und in einem sehr guten Zustand. Lediglich die linke untere Ecke ist knickspurig.