Anatole France, eigentlich Jacques Anatole François Thibault, 1844 in Paris geboren und 1924 in Saint-Cyr-sur-Loire gestorben, war ein französischer Schriftsteller, Kritiker und Bibliothekar. Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren der französischen Belle Époque und wurde 1896 in die Académie française aufgenommen. Sein Werk verbindet elegante Sprache, Ironie, Skepsis und humanistische Bildung. Zu seinen bekannten Büchern zählen Le Crime de Sylvestre Bonnard, Thaïs, Le Lys rouge, L’Île des pingouins und Les dieux ont soif. In der Dreyfus-Affäre trat France öffentlich für Émile Zola und Alfred Dreyfus ein. 1921 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.