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Fritz Strobentz

Frieda Blell

Brief

Ort: Budapest

Datum: 20. Februar 1907

Artikelnummer: KKS202500273

170,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Fritz Strobentz sitzt in Budapest fest, denn die Ausstellung an der er beteiligt ist, sollte längst eröffnet sein und er wollte danach nach Wien, wo nun Frieda Blell und Leo Putz weilen. Er fragt an, ob die beiden ihren Aufenthalt verlängern können, um sie noch dort treffen zu können.

Maße

Das Blatt misst ca. 18 x 11,5 cm.

Zustand

2 Objekte: Brief und Umschlag. Die Schrift in schwarzer Tinte, sehr gut lesbar und erhalten. Der Umschlag mit Postmarke, recto und verso je einem Poststempel, an der Briefklappe oben leicht eingerissen, vergilbt und griffspurig, angeschmutzt, atelierspurig und blass stockfleckig, in den Kanten bestoßen und angeschmutzt. Der Brief, cremefarbener Doppelbogen Bütten, mittig horizontal gefalzt, leicht gedunkelt, griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, in den Kanten leicht bestoßen. Sonst in sehr gutem Zustand.

Provenienz

Aus dem Nachlass der Familie Putz/ Blell.

Fritz Strobentz (geboren 1856 in Budapest, gestorben 1929 in München) war ein aus Ungarn stammender Maler. Er studierte von 1877 bis 1880 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Hugo Crola, Heinrich Lauenstein, Peter Janssen d. Ä. und Eduard von Gebhardt. Von 1880 bis 1882 war er Student der Akademie der Bildenden Künste München bei Ludwig von Löfftz. Danach ließ er sich in München nieder, dann in Dachau (Künstlerkolonie Dachau) und Ungarn. In München war er Mitglied der Luitpold-Gruppe. Anfangs Anhänger der traditionellen Münchener Genre- und Landschaftsmalerei., entwickelte er, ausgehend vom Naturalismus, eine eigenständige impressionistische Naturauffassung. Seit den 1880er Jahren widmete sich Strobentz der Freilichtmalerei und gründlichen Naturstudien. Studienreisen unternahm er nach Holland, Paris und Italien. 1910 verlieh ihm das Königreich Bayern den Professorentitel. Strobentz gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Münchener Secession und zum Kreis um Leo Putz, war mit Franz von Stuck und Fritz von Uhde befreundet. Als frühes Mitglied des Deutschen Künstlerbundes stellte Strobentz 1904 auf der ersten gemeinsamen Ausstellung des DKB mit den Münchener Sezessionisten in den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz aus. 1907 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der ungarischen Gesellschaft der Impressionisten und Naturalisten.

Frieda Blell (geboren 1874 in Brandenburg an der Havel, gestorben 1951 in Gauting) war eine deutsche Landschaftsmalerin. Sie war Tochter des Großhändlers und Reichstagsabgeordneten Carl Blell, studierte gegen den Willen des vaters ab 1900 in München kunst, wo sie den expressionistischen Maler Leo Putz kennenlernte. Sie fungierte zunächst als dessen Modell, heiratete ihn schließlich 1913. Sie arbeitete meist im Schatten ihres Mannes erst in München, ab 1923 in Gauting. Den Sommer verbrachte das Künstlerehepaar zwischen 1909 und 1914 häufig in Hartmannsberg am Chiemsee zusammen mit Julius Hess, Lotte von Marcard und Edward Cucuel. Dort entstand eine große Anzahl von Freilichtakten und Kahnbildern. Von 1929 bis 1933 lebte die Familie in Südamerika, wo ihr Leo Putz ab 1931 eine Professur in Rio de Janeiro innehatte. Da Putz öffentlich Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeigte und sein Werk als „entartete Kunst“ klassifiziert wurde, war die Familie gezwungen, nach Meran (Südtirol, Italien) umzusiedeln.

Kategorie: Bildende Kunst

Person / Institution: Frieda Blell

Fritz Strobentz
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