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Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst

Brief

Ort: Berlin

Datum: 14. Februar 1882

Artikelnummer: KKS202600155

200,00 €
Preis Differenzbesteuert n. § 25a UStG. inkl. 19% MwSt. - zzgl. Versand
Stk

Inhalt

Brief des Zentrumspolitikers und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst, als Erwiderung auf ein Schreiben des Absenders, er hat seine Materialien und Informationen nicht zur Hand, hätte aber seinen Stellvertreter im Westfälischen Bauernverein, Herrn Gutsbesitzer Winkelmann, angewiesen, ihm alles zuzufordern.

Maße

Das Blatt misst ca. 22,0 x 14,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten, verso eine Bleistiftannotation. Der Doppelbogen oben mit Blindstempel "Haus der Abgeordneten", mehrfach gefalzt, griffspurig und gebräunt, angeschmutzt und stockfleckig, in den Kanten und Falzkanten bestoßen, hier oben und unten in der Mittelfalz etwas eingerissen. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Berliner Privatbesitz.

Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst (geboren 1825, Heringhausen/Westfalen, gestorben 1895, Haus Alst) war ein deutscher Gutsbesitzer und konservativ-katholischer Politiker der Zentrumspartei. Nach militärischem Einsatz als preußischer Offizier während der Revolution von 1848/49 wandte er sich landwirtschaftlichen und agrarpolitischen Fragen zu und engagierte sich in der Organisation bäuerlicher Interessen. 1862 gründete er den ersten lokalen Bauernverein in Westfalen und entwickelte daraus ein Netzwerk, das 1871 im Westfälischen Bauernverein mündete; zugleich förderte er genossenschaftliche Kreditorganisationen, landwirtschaftliche Ausbildung und Versicherungsmodelle. Politisch gehörte Schorlemer zu den Mitbegründern und führenden Vertretern des konservativen Flügels der Zentrumspartei. Er war von 1870 bis 1889 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, 1874–1885 sowie zeitweise zuvor und danach Reichstagsabgeordneter und ab 1891 Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Im parlamentarischen Raum profilierte er sich insbesondere als Vertreter landwirtschaftlicher Interessen, als Gegner der Innenpolitik Otto von Bismarcks während des Kulturkampfes und als Initiator sozialpolitischer Vorstöße wie des sogenannten „Antrags Galen“. Daneben wirkte er in landwirtschaftlichen Verbänden, gründete agrarische Bildungsinstitutionen und trug wesentlich zur Organisation katholisch geprägter bäuerlicher Selbsthilfe bei. Sein Einfluss auf Agrarpolitik und katholische Interessenvertretung brachte ihm den Beinamen „Westfälischer Bauernkönig“ ein.

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