Wilhelm August Messer (geboren 1867 in Mainz, gestorben 1937 in Rostock) war ein deutscher Philosoph mit psychologischem Schwerpunkt. Messer studierte ab 1885 Klassische Philologie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Gießen, Straßburg und Heidelberg. Er legte 1890 die Oberlehrerprüfung ab und promovierte 1893 bei Hermann Siebeck (1842–1920) in Gießen mit einer Arbeit über Thomas Hobbes. Ab 1893 arbeitete er als Lehrer, u. a. in Gießen an der Schule Hermann Schillers, dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium. 1899 habilitierte er sich für Philosophie und Pädagogik an der Universität Gießen. 1908 bekam er einen Lehrauftrag für experimentelle Psychologie und experimentelle Pädagogik.1910 wurde er als Nachfolger von Karl Groos ordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Gießen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er 1933 aus dem Staatsdienst entlassen.